Obwohl wir gegen die Influenza einen Impfstoff haben, sind allein in Deutschland in der diesjährigen Saison bereits über 165.000 Menschen daran erkrankt und bisher leider auch 256 daran verstorben, darunter 144 Kinder. Die Saison begann in Kalenderwoche 40 des Jahres 2019. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) schätzen, dass es weltweit bisher 36 Millionen Krankheitsfälle, 370.000 Hospitalisierungen und 22.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza gab. Im Vergleich zur Saison 2017/2018 ist die Zahl der bisherigen Toten vergleichsweise gering. Denn damals gab es allein in Deutschland rund 25.000 Personen, die im Zusammenhang mit Influenza verstorben sind.
Es kann also, ganz unabhängig der aktuellen Situation, nicht schaden, sich einmal damit zu beschäftigen, wie jeder sein Immunsystem optimal unterstützen kann. Anstatt darauf zu warten, bis mögliche Medikamente gefunden und ein Impfstoff gegen SARS CoV-2 gefunden wurde, kann hier jeder jetzt und sofort aktiv werden und etwas für seine Gesundheit tun. Wer übrigens mein Webinar zum Thema am Freitagabend verpasst hat, kann sich hier die Aufzeichnung ansehen.
Wichtig ist, ein kompetentes Immunsystem nicht damit zu verwechseln, dass dieses jeden Fremdstoff gnadenlos attackiert. In diesem Beitrag haben wir bereits beschrieben, was ein kompetentes Immunsystem ausmacht.
Im Folgenden eine Übersicht, welche Mikro- und Makronährstoffe besonders wichtig sind, damit das Immunsystem optimal funktionieren kann.
Viele Bereiche unseres Körpers, so auch unser Immunsystem und Enzyme, auf die es angewiesen ist, bestehen zu großen Teilen aus Eiweiß. Die kleinste Form der Proteine werden Aminosäuren genannt. Damit unser Körperabwehr also optimal arbeiten kann, ist es wichtig, gut mit Eiweiß versorgt zu sein. Gerade Hühnereier sind eine sehr gute Eiweißquelle, denn hier sind alle essenziellen Proteine enthalten, auf die der menschliche Körper angewiesen ist. Also jene, die von außen zugeführt werden müssen. Vor dem Cholesterin muss sich auch nicht gefürchtet werden. Beim Absatz zum Vitamin D werden wir noch sehen, dass Cholesterin sogar sehr wichtig im menschlichen Körper ist. Für Vegetarierer und Veganer gibt es ebenfalls gute Eiweißlieferanten. Hier seien beispielsweise Hülsenfrüchte genannt. Wer jedoch einen Leaky Gut hat, sollte Hülsenfrüchte meiden, bis der Darm wieder dicht ist.
Omega-3-Fettsäuren sind essenziell, ebenfalls die Omega-6-Fettsäuren. Letztere wirken, bis auf die Ausnahme der Gamma-Linolensäure, proentzündlich. Sie heizen also Entzündungsgeschehen im Körper an hat. Mit Omega-6-Fettsäuren werden wir, bei einer durchschnittlichen westlichen Ernährung, jedoch mehr als ausreichend versorgt. Um auf ein empfohlenes Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 von maximal 5 zu 1 zu kommen, ist es notwendig, Omega-6-haltige Lebensmittel weniger zu konsumieren und dafür den Verzehr von Omega-3-haltigen Lebensmitteln zu erhöhen.
Welche Lebensmittel welche Omega-Fettsäuren in welcher Menge enthalten, können Sie in diesem Beitrag nachlesen. Häufig wird es auch notwendig sein, Omega-3-Fettsäuren über Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. In diesem Fall achten Sie bitte auf Produkte, die qualitätsgesichert sind und nur Fischöl enthalten, das von Schwermetallen befreit wurde. Gute Produkte schützen die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren zusätzlich durch Beifügen des Antioxidans Vitamin E (Tocopherol).
Für Vegetarier und Veganer ist eine zusätzliche Zufuhr besonders wichtig, da Omega-3-Fettsäuren in hohen Mengen primär in tierischen Lebensmitteln vorkommen. Leinöl alleine reicht hier nicht, da der Mensch, und das auch nur in jungen Jahren, maximal 15 Prozent der hier enthaltenen Alpha-Linolensäure, in die wichtigen Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA umwandeln kann. Auf diese kommt es jedoch speziell an. Vegetarierer und Veganer stehen entsprechende Algen-Kapseln zur Verfügung. Bitte achten Sie hier ebenfalls darauf, dass es streng qualitätskontrollierte Produkte sind, welche von Schadstoffen befreit wurden. Weiterhin ist wichtig, dass sowohl EPA als auch DHA enthalten ist.
Dieses wasserlösliche Vitamin spielt eine ganz besonders wichtige Rolle im menschlichen Körper. Im Bereich des Immunsystems schützt es die Membran bestimmter Immunzellen vor oxidativen Schäden und trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Außerdem aktiviert das Vitamin das Komplementsystem. Vitamin C kann oxidiertes Vitamin E (siehe unten) recyceln. Vitamin E sollte deshalb möglichst immer zusammen mit Vitamin C eingenommen werden.
Jedoch ist Vitamin C nicht gleich Vitamin C. Die bekannteste Form ist die Ascorbinsäure. Die kann jedoch nicht nur den Magen bei empfindlichen Menschen übersäuern, sie kann auch nur in sehr begrenzten Mengen vom Körper aufgenommen werden. Während bei 100mg Vitamin C noch ungefähr 90 Prozent aufgenommen werden können, sinkt die Resorption bei 1.000mg bereits auf unter 60 Prozent. Produkte, die beispielsweise 1.000mg Ascorbinsäure pro Tablette enthalten, sind deshalb eher weniger geeignet. Abgesehen davon, dass bei Tabletten-Produkten häufig unnötige Zusatzstoffe enthalten sind.
Bei Ergänzungsmitteln ist es deshalb wichtig, auf hochwertiges, gepuffertes Vitamin C, beispielsweise in Form von Calciumascorbat, im Optimalfall kombiniert mit L-Threonat (Ester-C), zu achten. Am besten in Kapselform ohne unnötige Zusatzstoffe. Diese Form des Vitamin C ist nicht nur magenschonend, da es nicht sauer wirkt, sondern kann in den weißen Blutkörperchen bis zu 24 Stunden gespeichert werden. Damit ist ein möglichst konstant hoher Vitamin-C-Spiegel im Körper gut zu halten. Außerdem reduzieren hochwertige, gepufferte Vitamin C Produkte das Risiko für Nierensteine.
Obwohl es regelmäßig in den Medien bestritten wird, kann Vitamin C die Dauer einer Erkältung positiv beeinflussen, wenn es rechtzeitig in der richtigen Dosis eingenommen wird. Intravenöse Gaben von Vitamin C, so genannten Vitamin-C-Hochdosis-Therapien, werden auch im Zusammenhang mit SARS CoV-2 untersucht und erprobt. Bitte beachten: Langfristige hohe Vitamin-C-Dosen können die Kupferresorption beeinträchtigen. Wer zu Nierensteinen tendiert, sollte vor der Einnahme höherer Vitamin-C-Dosen Rücksprache mit einem erfahrenen Orthomolekular-, beziehungsweise einem komplementär arbeitenden Mediziner halten.
Vitamin D ist an der Stimulation der Phagoseaktivität beteiligt. Dabei handelt es sich um die Aufnahme von Fremdstoffen, Erregern und beschädigten Zellen durch bestimmte Zellen unseres Immunsystems (Fresszellen). Es hemmt proentzündliche und fördert antientzündliche Zytokine und trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Wer sein Immunsystem optimal unterstützen möchte, achtet darauf, einen Vitamin-D-Wert um die 60ng/ml beziehungsweise 150 mmol/l zu halten.
Durch Vitamin D wird Calcium im Darm besser aufgenommen. Damit dieses optimal in den Knochen und Zähnen eingelagert wird, ist Vitamin K, speziell K2, wichtig. Vitamin K trägt damit zum normalen Erhalt der Knochen bei. ACHTUNG: Wer Blutverdünner einnehmen muss, spricht die Einnahme von Vitamin K mit dem behandelnden Arzt ab!
Vitamin E ist ein Antioxidans und hilft, die Zellwände vor Lipidperoxidation zu schützen. Es stimuliert die humorale und zelluläre Immunreaktion. Bei seiner Wirkung als Antioxidans wird Vitamin E selbst zum Radikal, kann jedoch durch Vitamin C, Ubiquinol (Q10), Glutathion und Selen regeneriert werden.
Selen trägt zum Erhalt einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Weiterhin kann es Zellen vor oxidativem Stress schützen. Es unterstützt die Produktion von Antikörpern, der Lymphozytenproliferation (Teilung/Wachstum), der Zytokin- Produktion, der Interferonsynthese und der Regulation der zytotoxischen T-Zellen und der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Deutschland ist ein Selen- Mangelgebiet , sodass wir über regionale Nahrung meist zu wenig davon aufnehmen.
Es gibt mehrere B-Vitamine, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen. Hierzu zählen B1, B2, B6, B12, Niacin, Pantothensäure und Folsäure. Folsäure trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei, hat eine Funktion bei der Zellteilung, der Blutbildung und der Aminosäurensynthese. Niacin trägt zum normalen Energiestoffwechsel und zum Erhalt gesunder Schleimhäute bei. Pantothensäure trägt zur normalen Synthese von Vitamin D und einigen Neurotransmittern bei. Vitamin B1 unterstützt einen normalen Energiestoffwechsel und eine normale Herzfunktion. B2 trägt zum normalen Energiestoffwechsel, zum Erhalt normaler Schleimhäute und roter Blutkörperchen bei und hilft, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Zink ist wichtig für die Differenzierung von T-Zellen (Immunzellen) und deren Überführung in die aktive Form. Weiterhin spielt es eine Rolle bei verschiedenen, weiteren weißen Blutkörperchen und stabilisiert die Zellmembranen und Schleimhäute (Barriere gegen Erreger). Damit trägt Zink zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Zink ist außerdem an über 200 Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt.
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt. In einigen Publikationen wird sogar von über 600 Prozessen gesprochen. Darunter sind auch einige, die beim Immunsystem eine Rolle spielen. Es gibt verschiedene Magnesiumsalze, die bei unterschiedlichen PH-Werten aufgenommen werden können. Deshalb kann eine Kombination der unterschiedlichen Salze die Bioverfügbarkeit verbessern.
L-Glutamin ist eine Aminosäure. Bei Verletzungen und Krankheiten kann sie essenziell werden. Dann ist eine zusätzliche externe Zufuhr sinnvoll/notwendig. L- Glutamin spielt eine Rolle für die Versorgung von weißen Blutkörperchen und der Differenzierung von Immunzellen. Weiterhin ist es wichtig für die körpereigene Produktion des Antioxidans Glutathion. L-Glutamin spielt eine wesentliche Rolle beim Aufbau und Erhalt von Zellsystemen mit hohen Teilungsraten, wie beispielsweise bei den Schleimhautzellen des Darms. Eine intakte Darmschleimhaut schützt vor dem Eindringen von Erregern und Fremdstoffen.
L-Lysin ist eine essenzielle Aminosäure, das bedeutet, sie muss über die Nahrung aufgenommen werden. Nennenswerte Mengen kommen primär in tierischen Produkten vor. L-Lysin ist wichtig für den Aufbau und die Reparatur des Bindegewebes und wird zur Steigerung einer geschwächten Immunantwort eingesetzt. Diese Aminosäure verdrängt Argining (ebenfalls eine Aminosäure), auf die das Herpes-Virus zur Vermehrung angewiesen ist.
Vitamin A und D unterstützten sich gegenseitig. Studien konnten zeigen, dass diese beiden Vitamine sich zur Vorbeugung von Atemwegsinfektionen sehr gut in ihrer Wirkung ergänzen. Vitamin A ist im Bereich des Immunsystems an der Produktion von Antikörpern beteiligt. Weiterhin an der Aktivierung diverser Zellen des Immunsystems (Neutrophile, Makrophagen, NK-Zellen, T-Helfer- und B-Zellen). Uwe Gröber, ein renommierter Apotheker mit großer Erfahrung im Bereich Mikronährstoffen, empfiehlt pro 1.000 bis 2.000 IE Vitamin D eine Zufuhr von 500 IE bis 1.000 IE von Retinol (Vitamin A) – speziell bei Vegetariern und Veganern. Bei der Zufuhr von Vitamin A jedoch bitte vorsichtig sein. Es handelt sich hierbei um ein fettspeicherbares Vitamin, welches deshalb durchaus überdosiert werden kann. Vermieden werden kann das, indem die Vorstufe, Beta-Karotin aufgenommen wird. Das ist der Farbstoff, der Karotten ihre orangene Farbe gibt. Beta-Karotin kann vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden. Das geschieht nur so lange, wie Vitamin-A-Bedarf besteht. Eine Überdosierung mit Vitamin A ist so nicht möglich. Ein Zinkmangel (siehe oben) kann den Vitamin-A-Stoffwechsel negativ beeinflussen.
Proteolytische Enzyme unterstützen das Immunsystem bei der Modulation. Sie sind notwendig, um zum einen proentzündliche Zytokine nach verrichteter Arbeit wieder aus dem Körper auszuleiten, sowie auch antientzündliche Zytokine. Diese Enzyme tragen also dazu bei, dass das Immunsystem weder zu schwach noch überschießend reagiert. Ab etwa dem 40. Lebensjahr nimmt die Konzentration dieser Enzyme im Blut ab (proteolytische Serumkonzentration). Diese Enyzme müssen mit magensaftresistenten Kapseln eingenommen werden, da die Magensäure sie sonst zerstört.
Der menschliche Körper ist Viren und Bakterien nicht hilflos ausgeliefert. Das gilt auch für neue, noch unbekannte Viren. Ansonsten wären wir längst ausgestorben. Auch wenn es gegen SARS CoV-2 noch keine zugelassenen Medikamente und keinen Impfstoff gibt, kann doch jeder dazu beitragen, sein Immunsystem möglichst optimal zu unterstützen.
Wichtig ist, sich täglich mit der vom Körper benötigten Mengen der 47 Nährstoffe zu versorgen. So könnten wir auch die Zahl der Risikopatienten reduzieren und damit – auch bei künftigen Erregern, die die Lunge befallen – die Notwendigkeit von Beatmung und Aufenthalten auf den Intensivstationen reduzieren.
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