Gut jeder vierte Deutsche (27 Prozent) glaubt, von einem Arzt bereits einmal falsch behandelt worden zu sein. Ebenfalls 27 Prozent halten es für möglich, dass Patienten hierzulande durch eine medizinische Behandlung im Krankenhaus zu Schaden kommen können. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Befragung der Techniker Krankenkasse (TK).
„Risiken und Behandlungsfehler haben offensichtlich eine viel größere Relevanz für Patientinnen und Patienten als offizielle Statistiken nahelegen“, sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. Laut TK-Analyse melden nur 40 Prozent derjenigen, die einen Fehler vermuten, ihren Verdacht. Die Mehrheit (57 Prozent) bleibt mit ihren Zweifeln allein und schweigt.
Betroffene, die einen vermuteten Fehler weitergeben, sprechen den behandelnden Arzt oder das Krankenhaus (70 Prozent), andere Ärzte (60 Prozent) oder die Krankenkasse (21 Prozent) an. Auffällig ist, dass sich nur ein Prozent der Betroffenen an Patientenberatungsstellen wendet. Dabei sei medizinische Versorgung immer komplex, so Ballast: „Nicht alles, was aus Patientensicht nicht optimal läuft, hat tatsächlich Einfluss auf das Behandlungsergebnis und ist tatsächlich ein Fehler“.
Um das Vertrauen in das Versorgungssystem zu stärken, Behandlungsfehler zu vermeiden, und um Vorwürfe im Zusammenhang mit Behandlungsfehlern zu klären, sollten sich betroffene Versicherte nicht scheuen, die Unterstützung ihrer Krankenkasse in Anspruch zu nehmen.
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