SBK-Umfrage

GKV-Versicherte wünschen sich mehr Qualitätstransparenz

Wie gut ist meine Krankenkasse? Aktuell erarbeitet das Gesundheitsministerium die Grundlagen für mehr Qualitätstransparenz in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Welche Kriterien den Versicherten dabei besonders wichtig sind, zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse.
© picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Bundes­gesundheits­minister Karl Lauterbach (SPD) will die gesetzlichen Krankenkassen zu mehr Transparenz zwingen.

Was braucht es, damit Versicherte die Qualität einer Krankenkasse gut einschätzen können? Antwort auf diese Frage gibt eine neue Yougov-Umfrage im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, an der über 2000 Menschen teilnahmen.

77 Prozent der Männer und 75 Prozent der Frauen wünschen sich demnach Angaben darüber, wie schnell Krankenkassen Anträge bearbeiten. 74 Prozent der Befragten halten für besonders wichtig, dass die Ablehnung von Anträgen verständlich begründet wird. Zudem wünschen sich drei Viertel, dass im Fall einer Ablehnung direkt Alternativen angeboten werden. Wie oft Anträge abgelehnt werden, wollen 70 Prozent genau wissen. Auch von einer „Schwarmintelligenz“ erwarten sich die meisten Befragten wichtige Erkenntnisse für die Krankenkassenwahl: 72 Prozent fänden Erfahrungsberichte von anderen Versicherten hilfreich für ihre Entscheidungsfindung.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen uns, wo sich die Versicherten eine bessere Vergleichbarkeit der Krankenkassenqualität wünschen“, erklärt Gertrud Demmler, Vorständin der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse. „Sie wünschen sich Einblicke in das tatsächliche Agieren einer Kasse – sowohl über Kennzahlen als auch über die Erfahrungen anderer Versicherter. Die Versicherten geben allen gesetzlichen Krankenkassen hier einen klaren Auftrag.“

Qualitätsvergleich derzeit nur begrenzt möglich

Da der Qualitätsvergleich derzeit nur begrenzt möglich ist, bleibt den Versicherten bei der Kassenwahl nur der bewährte Blick auf Zusatzbeitrag und Leistungskatalog. Auch das spiegelt sich in den Antworten der Befragten wider. Beim Wechsel der Krankenkasse orientieren sich die Versicherten am häufigsten an den freiwilligen Zusatzleistungen (56 Prozent). Häufig genannt werden außerdem Bonusprogramme und Prämien (36 Prozent) sowie der gute Ruf der Kasse (31 Prozent).

Gut ein Viertel der Deutschen legt zudem großen Wert auf den persönlichen Kontakt. Für sie ist eine nahegelegene Geschäftsstelle wichtig – unabhängig davon, ob in ihrem Haushalt ein Pkw vorhanden ist oder nicht. Die Standortnähe sehen vor allem die über 54-Jährigen als wichtiges Entscheidungskriterium (32 Prozent).

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Autor

Achim

Nixdorf

Achim Nixdorf war von April 2019 bis Mai 2024 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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