Debeka wertet Behandlungen aus

Rechnungen bis 372.000 Euro: Was Krankheit kosten kann

Der private Krankenversicherer Debeka hat seine Leistungsfälle für 2025 ausgewertet und gibt ein paar Beispiele, was Therapien kosten können. Es kann auch mal sechsstellig werden.
OP-Besteck: Die Kosten für medizinische Behandlungen und Operationen steigen.
© stefamerpik/Magnific
OP-Besteck: Die Kosten für medizinische Behandlungen und Operationen steigen.

Die Debeka hat ihre Leistungsdaten aus dem Jahr 2025 analysiert. 7,2 Milliarden Euro an Leistungen hat sie demnach für ihre Mitglieder in der Krankenversicherung ausgeben. Darunter gab es auch einige besonders kostenintensive Behandlungsfälle.

Der höchste Rechnungsbetrag lag bei fast 372.000 Euro. Er wurde ausgelöst durch eine Komplikation im Zusammenhang mit einer Wirbelsäulenerkrankung.

Acht sechsstellige Rechnungen

Insgesamt hatte die Debeka 2025 acht Rechnungsfälle mit über 300.000 Euro. Darunter zum Beispiel ein Herzinfarkt, der Kosten in Höhe von mehr als 371.000 Euro erzeugt hat, und eine Krebserkrankung mit Leistungsausgaben von mehr als 323.000 Euro.

Rechnungsbeträge über mehrere Hunderttausend Euro seien keine Seltenheit, meint Debeka-Vorstandsmitglied Annabritta Biederbick. Das Versicherungsprinzip stelle aber sicher, dass auch extrem hohe Leistungsfälle innerhalb der Versichertengemeinschaft kalkulierbar seien und erstattet würden.

Stark gestiegene Krankheitskosten

Die Kosten für Einzelfälle waren nicht immer so hoch. Gesundheitsausgaben steigen seit Jahren, getrieben durch medizinischen Fortschritt, demografische Effekte und höhere Preise, etwa in Kliniken und bei Arzneimitteln. „Die Ausgaben für Behandlungen, Medikamente und Pflege steigen stärker als die Kosten in anderen Lebensbereichen. Man spricht hierbei von medizinischer Inflation“, erläutert Debeka-Vorstandsvorsitzender Thomas Brahm.

Das betreffe nicht nur schwere Krankheiten, sondern auch Routinebehandlungen. Er gibt ein Beispiel: Die Kosten für eine Blinddarmoperation im Raum Koblenz haben sich innerhalb von fünf Jahren von rund 3.500 Euro auf fast 7.000 Euro verdoppelt.

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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