Fehlzeiten und Verhalten

Man wird so krank, wie man sich benimmt

Zwei Dienstleister haben Daten zu Lebenswandel und Fehlzeiten im Betrieb abgeglichen. Sie bestätigen, was man auch ahnen darf: Das Verhalten bestimmt die Zahl der Fehltage direkt mit.
Jogger läuft am Fluss entlang bei ruhiger Morgenstimmung.
© Maciej Cieslak / Pixabay
Regelmäßig joggen kann helfen, die Fehltage im Betrieb zu senken

Lebenswandel und Fehlzeiten hängen eng miteinander zusammen. Das bestätigen Daten der Krankenkasse BIG Direkt Gesund und der Vivamind – Gesellschaft für Präventionsmedizin und Psychologie. Demnach lassen sich bis zu 46 Krankheitstage pro Person innerhalb von drei Jahren vermeiden, indem man sich entsprechend verhält.

Die Dienstleister haben Daten aus sogenannten Gesundheits-Checkups mit späteren Fehlzeiten abgeglichen. Es geht um 5.947 Versicherte aus dem Gesundheitsmanagement-Programm BIG-Balance von 2020 bis 2025. Für 396 Teilnehmer lagen erfasste Fehlzeiten vor. Dabei zeigt sich schon im groben Raster, dass Schlaf, Selbstregulation, Bewegung und Gewicht die Ausfalltage enorm beeinflussen.

Hinzu kommen weitere Erkenntnisse im Detail:

  • Verbessert sich der Schlaf um 25 Prozent, sinkt die Zahl der Fehltage in drei Jahren um 30.
  • Hohe Selbstregulationskompetenz spart bis zu 46 Krankheitstage.
  • Jeder zusätzliche Punkt im Body-Mass-Index (BMI) erhöht die Fehlzeiten im Schnitt um 2,5 Tage.
  • Rauchen steigert Fehlzeiten messbar.
  • Bereits regelmäßiger Ausdauer- oder Kraftsport kann bis zu 25 Fehltage im Drei-Jahres-Zeitraum vermeiden.

„Unsere Studie belegt: Betriebliches Gesundheitsmanagement ist kein weicher Faktor, sondern ein messbarer Hebel für Produktivität und Stabilität in Unternehmen. Statt erst auf Erkrankungen zu reagieren, lassen sich krankheitsbedingte Ausfälle durch frühzeitige und systematische Prävention deutlich senken“, so Stefan Ernst, Teamleiter Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der BIG.

Und Stefan Diestel, Studienleiter und geschäftsführender Gesellschafter von Vivamind, zeigt sich überrascht: „Psychische Ressourcen und Lebensstilfaktoren haben einen deutlich größeren Einfluss auf Fehlzeiten als bislang angenommen.“

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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