Kommentar

„Risikopatienten und hohe Sterblichkeiten sind ein hausgemachtes Problem“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Verbreitung des neuen Corona-Virus nun als Pandemie eingestuft. Derzeit sind die betroffenen Länder bestrebt, die Ausbreitung zu verlangsamen, um die Gesundheitssystems nicht zu überfordern. Die heutigen Probleme sind jedoch vielfach hausgemacht.
© PaleoMental
Joachim Haid ist Geschäftsführer von Softfin und Initiator des Fitness- und Ernährungsprogramms PaleoMental.

Dass Menschen auf unbekannte Erreger stoßen, ist nichts Neues. Das passiert, seitdem es den Homo Sapiens gibt, also seit rund 500.000 Jahren. Heute verfügen wir natürlich über eine deutlich bessere medizinische Versorgung als unsere Vorfahren in der Altsteinzeit. Die brauchen wir auch. Denn unsere Vorfahren waren durch eine geringe Bevölkerungsdichte und den großen räumlichen Abständen der jeweiligen Gruppen viel besser vor epidemischen und pandemischen Effekten geschützt, als wir heute.

Was wir nun bei der relativ hohen Sterblichkeitsrate bei Risikopatienten sehen, sind auch die Folgen unseres Verhaltens in den vergangenen 100 Jahren, insbesondere der vergangenen 60 Jahre.

Hier ein paar Beispiele:
  • Teils pauschale Vernichtungsfeldzüge durch übermäßigen Antibiotika-Einsatz. Darunter litten auch die guten Mikroben in unserem Körper. Über 80 Prozent unseres Immunsystems befindet sich im Darm.
  • Fehlernährung, die Zivilisationskrankheiten in großer Zahl überhaupt erst haben entstehen lassen. Die Menschen, die daran leiden, sind unsere heutigen Risikopatienten.
  • Immer mehr Kalorien in der Nahrung, aber immer weniger Nährstoffe. Viele von uns verhungern so gesehen vor vollen Tellern, da gleichzeitig durch Umweltbelastungen der Nährstoffbedarf gestiegen ist. Das sind die heutigen immungeschwächten Personen und ebenfalls Risikopatienten.
  • Der massive Medikamenteneinsatz: Unterdrückung der Symptome, statt Therapie der Ursachen. Die meisten Nebenwirkungen dieser Medikamente sind darauf zurückzuführen, dass sie Mikronährstoffe verdrängen oder deren Aufnahme blockieren, was zu einem höheren Bedarf führt.
  • Unsere Referenzwerte geben lediglich die minimale Dosis vor, um im gesunden Zustand nicht an schweren Krankheiten zu erkranken. Jedoch nicht die Optimalwerte, damit unser Immunsystem kompetent unbekannte Erreger abwehren kann. Geschweige denn die notwendigen Werte, wenn man nicht gesund ist und bereits zu einer Risikogruppe gehört, oder auch größeren Belastungen durch Stress, Arbeit, Umweltgiften, Pestiziden, Medikamenten oder Sport ausgesetzt ist.
  • Ein auf Gewinnmaximierung orientiertes Gesundheitswesen, dem nun langsam die Mitarbeiter und das benötigte Material, sowie Medikamente für den Akutfall ausgehen. Vielleicht war es doch nicht so sinnvoll, dass viele Hersteller ihre Medikamentenproduktion nach China ausgelagert haben, um Kosten zu sparen?
  • Eine teils katastrophale Versorgung von älteren und kranken Menschen mit den vom Körper benötigten 47 Nährstoffen, was deren Immunsystem schwächt. Auch das sind heute unsere Risikopatienten. Gut zu sehen ist das beispielsweise in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Da verhungert natürlich niemand an Kalorien, an Nährstoffen aber leider durchaus.
Die Folgen

Zehntausende Personen infizieren sich und tausende Menschen sterben. Könnte man alle retten? Nein, natürlich nicht. Letzten Endes müssen wir uns leider damit abfinden, dass wir alle einmal sterben werden. Viele von uns auch an den Folgen von Infektionen. Jeder einzelne Fall ist zu bedauern und vor allem für die Angehörigen ein schwerer Schicksalsschlag.

Heute zahlen wir mit Milliarden an vernichteten Wirtschaftswerten, um ältere Menschen und Risikopatienten zu schützen und unser Gesundheitssystem vor dem Kollabieren zu bewahren. Wäre es da nicht sehr viel sinnvoller gewesen, wenn wir in der Vergangenheit Risikopatienten nicht nur symptomatisch behandelt hätten, sondern die Ursachen therapiert und so vielen hätten heilen können? Allein 50 bis 60 Prozent aller Typ-II-Diabetiker könnten geheilt werden und 94 Prozent könnten die Diabetes-Medikamente weglassen, wären also erst gar keine heutigen Risikopatienten. In Deutschland gibt es rund 8 Millionen an Diabetes erkrankte Personen. Die Dunkelziffer liegt 2 bis 3 Millionen höher. Jährlich gibt es 500.000 neue Diagnosen und 26.295 Todesfälle. Das bedeutet: Allein in Deutschland sterben im Schnitt drei Personen an Diabetes – pro Stunde! Die Kosten pro Jahr betragen rund 35 Milliarden Euro. 

Krankheiten wie Diabetes und Adipositas sind ebenfalls epidemisch, in der westlichen industriellen Welt sogar pandemisch. Jedoch wurden in den vergangenen Jahrzehnten hier keine so drastischen und massiven Maßnahmen ergriffen, um deren Ausbreitung einzudämmen und weitere Fälle zu verhindern, wie jetzt bei SARS CoV-2 und COVID-19. Die allermeisten Fälle von Übergewicht und Diabetes Typ II wären vermeidbar. Das gilt für die meisten unserer Zivilisationskrankheiten, die Menschen heute zu Risikopatienten machen.

Wir könnten beispielsweise unsere älteren und kranken Menschen möglichst optimal mit Nährstoffen versorgen. Das gilt natürlich auch für die jüngeren und noch gesunden Personen. Ja, das würde jedes Jahr einiges an Geld kosten. Aber was bitte kosten uns denn nun die Maßnahmen, die aktuell getroffen werden müssen? Was ist ein Leben wert?

Fazit

Wenn wir aus der aktuellen Corona-Virus-Welle lernen, dass wir …

  • … unsere Mikroben nicht pauschal bekämpfen sollten, sondern dafür Gutes stärken,
  • … Antibiotika wirklich nur dann einsetzen, wenn es notwendig ist und konsequent darauf achten, dass dies nicht versteckt in der Tiermast geschieht,
  • … endlich beginnen, die Ursachen von Krankheiten zu behandeln, statt nur die Symptome zu unterdrücken,
  • … endlich aufhören sollten, uns an Referenzwerten zu orientieren, die nur vorgeben, was mindestens notwendig ist, um nicht an schweren Mangelkrankheiten wie Skorbut zu erkranken. Und wir endlich wieder beginnen, unseren Körper mit den 47 notwendigen Nährstoffen in optimaler Menge zu versorgen,
  • … unsere Umweltbelastungen durch Schadstoffe und auch negativen Stress, dazu gehört auch Panik, reduzieren…

… dann könnte die aktuelle Corona-Virus-Welle sogar etwas Gutes gehabt haben. Für jene, die daran unnötig verstorben sind, kommt das dann leider dennoch zu spät.

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Autor

Joachim Haid ist Gründer des Gesundheitsprogramms PaleoMental®, zudem Gesundheitscoach und Heilpraktiker in Ausbildung.

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