Krankenkassen sollen die Kosten für homöopathische Medikamente weiter übernehmen. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) klargestellt. In einem Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, über welches das Ärzteblatt berichtet, sagte der CDU-Politiker, man könne emotional über das Thema diskutieren und dabei viele Menschen vor den Kopf stoßen.
Oder man schaue sich die Größenverhältnisse an. Die Krankenkassen zahlten jedes Jahr 40 Milliarden Euro für Medikamente, homöopathische machten nur 20 Millionen Euro davon aus. Für ihn sei das „so okay“, sagte Spahn.
Die Diskussion, ob homöopathische Arzneimittel weiter Kassenleistung bleiben sollen, hatte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach angestoßen (wir berichteten). Die Krankenkassen seien nicht verpflichtet, diese Leistungen zu übernehmen. Wegen des hohen Wettbewerbsdrucks machten es aber zwei Drittel der Anbieter in irgendeiner Form doch.
Auch freiwillige Leistungen müssten aber wirtschaftlich und medizinisch sinnvoll sein. „Im Sinne der Vernunft und der Aufklärung sowie des Patientenschutzes ist es auch in Deutschland falsch, dass Kassen aus Marketing-Gründen Homöopathie bezahlen“, so Lauterbach.
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