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Eine Apothekerin räumt Medikamentenregale ein. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 06.05.2016 um 09:50
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lesedauer Lesedauer: ca. 00:45 Min

Gesetzlich Krankenversicherte müssen immer mehr Kosten etwa für Medikamente oder Krankengymnastik selbst übernehmen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Gesundheitsministeriums.

Mehr als 3,8 Milliarden Euro mussten Kassenpatienten im vergangenen Jahr zur Entlastung der Krankenkassen zahlen. Das waren 220 Millionen Euro oder 6 Prozent mehr als im Vorjahr, zeigen aktuelle Zahlen des Gesundheitsministeriums. Immer öfter müssen gesetzlich Krankenversicherte Zuzahlungen leisten. Auch wenn die Grenze dafür bei 10 Euro liegt, summiert sich über das Jahr verteilt bei vielen ein hübscher Betrag auf.

Um diesen zu deckeln, sind Versicherte ab einer Summe von 2 Prozent des Bruttojahreseinkommens befreit. Bei chronisch Kranken beginnt die Befreiung schon bei einem Prozent des Bruttojahreseinkommens. Das Sammeln von Kassenbons und Abrechnungen kann sich also lohnen.

Laut Apothekerverband Abda mussten Kassenpatienten im Schnitt je Medikamentenpackung 10 Cent mehr zuzahlen, 2015 waren es zum Beispiel 2,80 Euro für jede verordnete Pillenschachtel. Die Zahl der befreiten Arzneimittel habe sich binnen vier Jahren auf 3.900 fast halbiert.

Privatpatienten müssen keine Zuzahlungen leisten. Die FAZ hat sich die Mühe gemacht, die 3,8 Milliarden Euro in Krankenkassen-Beitragssatzpunkte umzurechnen. Das wären gut 0,3 Prozentpunkte. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung betrüge bei diesem Gedankenspiel also nicht 1,1, sondern 1,4 Prozent.

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