Gesetzliche Krankenversicherung

Durchschnittlicher GKV-Zusatzbeitrag bleibt bei 2,9 Prozent

Der GKV-Schätzerkreis hat getagt. Die gute Nachricht: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag soll 2027 stabil bei 2,9 Prozent bleiben.
Ein Mann zieht seine Krankenkassenkarte aus dem Geldbeutel: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) soll 2027 stabil bleiben.
© picture alliance / dpa | Matthias Balk
Ein Mann zieht seine Krankenkassenkarte aus dem Geldbeutel: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) soll 2027 stabil bleiben.

Der GKV-Schätzerkreis hat sich mit den finanziellen Rahmenbedingungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für die Jahre 2026 und 2027 beschäftigt. Die Expertinnen und Experten des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesamtes für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbandes schätzen die Einnahmen des Gesundheitsfonds für 2026 auf 312,2 Milliarden Euro. Bundeszuschüsse, ein Darlehen des Bundes sowie eine Zuführung der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds von insgesamt rund 20 Milliarden Euro sind hier bereits enthalten. In den Gesundheitsfonds fließen alle Beiträge und Zuschüsse und werden daraus an die Krankenkassen verteilt, unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikostruktur.

Die Ausgaben der Krankenkassen für das Jahr 2026 werden auf 370,1 Milliarden Euro geschätzt.

Jede Krankenkasse bestimmt eigenen Zusatzbeitrag

Für 2027 erwartet der Schätzerkreis Einnahmen des Gesundheitsfonds in Höhe von 320,7 Milliarden Euro und Ausgaben der Krankenkassen von 378,1 Milliarden Euro.

Aus den Prognosen ergibt sich für 2027 ein rechnerischer durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz in Höhe von unverändert 2,9 Prozent. Offiziell festgelegt wird er bis zum 1. November vom Bundesgesundheitsministerium.

Der Wert ist aber ohnehin nur eine Rechengröße. Jede Krankenkasse bestimmt ihren eigenen Zusatzbeitrag, der auf den Grundbeitrag von 14,6 Prozent aufgeschlagen wird. Die Übersicht des GKV-Spitzenverbands zeigt derzeit eine Spannbreite beim Zusatzbeitrag von 2,18 Prozent (BKK Firmus) bis 4,39 Prozent (BKK 24).

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Autorin

Sabine

Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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