Internationale Versicherungsaufseher beschließen

Versicherungsriesen müssen mehr Geld zurücklegen

International aktive Versicherungsgruppen müssen laut der internationalen Vereinigung der Versicherungsaufseher höhere Kapitalrücklagen haben, um das Finanzsystem nicht zu gefährden. Deshalb will sie die Versicherungsriesen nun dazu verpflichten.
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© Bafin
Bafin-Chef Felix Hufeld.

Die internationale Vereinigung der Versicherungsaufseher (International Association of Insurance Supervisors, IAIS) hat beschlossen, dass systemrelevante Versicherungen mehr Kapital vorhalten müssen. Den Vorschlag müssen die G20-Länder im November 2015 noch absegnen.

Bereits im Juli 2013 veröffentlichte die IAIS erste Richtlinien für international aktive Versicherungsgruppen (Internationally Active Insurance Groups, IAIGs) wie Allianz, AIG, Axa oder Generali. Schon damals forderte sie, dass entsprechende Versicherungen mehr Geld zurücklegen müssen. Mit den Maßnahmen will die IAIS das Risiko senken, dass eine große Versicherung Pleite geht. Sollte es doch dazu kommen, soll sich der Bankrott zumindest nicht allzu heftig auf das Finanzsystem auswirken.

Die höheren Kapitalrücklagen sollen für die großen Versicherungen nun ab Januar 2019 gelten. Dabei teilt die IAIS die Versicherungsriesen in drei Stufen ein: Je wichtiger eine Gruppe für das System ist, desto höher stuft die Vereinigung sie ein. Deshalb müssen Versicherungen der zweiten Stufe auch 50 Prozent mehr Kapital zurücklegen als auf Stufe 1, bei der die Standards der Basis-Kapitalausstattung gelten. Ordnet die IAIS eine Versicherung auf der dritten Stufe ein, so muss sie sogar nochmal 50 Prozent mehr Geld beiseitelegen.

Felix Hufeld, Bafin-Chef und Vorsitzender der IAIS, bezeichnete den Beschluss als Meilenstein. „Die IAIS sieht einen gesunden Kapital- und Liquiditätsrahmen im Versicherungssektor als wesentlich, um finanzielle Stabilität zu fördern“, so Hufeld.

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