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Von Ofenkartoffeln und Versicherungen

Markel: Vom Familienbetrieb zum Weltkonzern

Wie wird aus einem Familienunternehmen aus Virginia ein weltweit erfolgreicher Spezialversicherer? Im Fall von Markel gehören dazu kluge Entscheidungen, unternehmerischer Mut und ein Gespür für neue Risiken. Und auch eine Ofenkartoffel spielt eine Rolle.
Schwarz-weiß Foto von fünf Männern in Anzügen, modernes Gebäude, Sandwich und Flasche.
© Bild #1 Markel / Bild #2 Building, Jim / rvaphotodude / flickr, Lizenz CC BY-SA 2.0, Link www.flickr.com / photos / rvaphotodude/2227547190 / Bild #3 Freepik / Magnific.com / Bild #4 KI-generiert
1935 steigen die vier Söhne von Sam Markel in das Familienunternehmen ein (o.l.). Das Markel Building sticht mit seiner Aluminiumfassade heraus (u.l.). Markel besitzt mit AMF einen Maschinenhersteller für Burgerbrötchen (o.r.). Markel-Group CEO Tom Gayner ist Direktor der Coca-Cola Company (u.r.).

Die Geschichte beginnt anno 1930 in Richmond mit Samuel A. Markel. Er hat die Idee, Kleinbusse und Lastwagen in seiner Heimatstadt zu versichern. Seine vier Söhne steigen in die Firma ein, das Spezialversicherungsgeschäft nimmt schnell Fahrt auf. Schon zehn Jahre nach der Gründung ist Markel führender Schadenregulierer in der US-Transportbranche. Es folgen Auslandsbüros, Zukäufe und die internationale Expansion – 1986 der Börsengang an der Nasdaq. Seit 2012 wird das Europageschäft von München aus gesteuert.  

Doch schon um die Jahrtausendwende reicht Markel das Spezialversicherungsgeschäft nicht mehr. Das Unternehmen wird zur Holding, wagt den Schritt über die Versicherungsbranche hinaus und beteiligt sich an Produkt- und Dienstleistungsfirmen. Heute ist die Markel Group eine bunte Unternehmensfamilie mit mehr als 20.000 Beschäftigten. Trotz des rasanten Wachstums gibt sich das Unternehmen bis heute familiär. Die Hierarchien sind flach, der Umgang miteinander entspannt. Familienmensch Samuel A. Markel hätte wohl seine Freude daran. 

Und was ist mit der Ofenkartoffel? Die steht in Richmond, Virginia. Der ikonische Rundbau ist das Markel Building und komplett mit Aluminium verkleidet. Da liegt der Gedanke an eine in Alufolie gewickelte Kartoffel nahe.

>> Wie tickt Markel? Antworten darauf liefert unsere Video-Homestory. Begleiten Sie Pfefferminzia-Chefredakteurin Karen Schmidt durch die Münchner Zentrale und erleben Sie die Gespräche vor Ort.

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