Finanzproduktwerbung im Netz

Grüne wollen Finfluencer abschaffen

Vorstoß in Richtung Europa – die Grünen wollen, dass Influencer nicht mehr für bestimmte Produkte werben dürfen. Darunter auch Finanzprodukte. Ein Zehnpunkteplan ist bereits verfasst.
Vorsitzende des Digitalausschusses des Bundestags, Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen): „Sie wollen das essen und trinken, was ihre Vorbilder im Netz konsumieren.“
© picture alliance / photothek | Janine Schmitz
Vorsitzende des Digitalausschusses des Bundestags, Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen): „Sie wollen das essen und trinken, was ihre Vorbilder im Netz konsumieren.“

Die Partei die Grünen will die Marktmarkt von Influencern einschränken. Vor allem Influencer für Finanzprodukte, sogenannte Finfluencer soll es nicht mehr geben dürfen. „Influencer-Marketing muss strenger reguliert werden“, heißt es in einem Papier der Bundestagsfraktion an die EU-Kommission, aus dem das „Handelsblatt“ zitiert. Den Grünen gehe es in dem zehn Punkte langen Schreiben darum, Verbraucher vor unseriösen Praktiken im Internet zu schützen.

Influencer sollen demnach für bestimmte Produkte nicht mehr werben dürfen. Beispiele sind medizinische, aber auch die erwähnten Finanzprodukte. Ebenso soll es Werbeverbot für Glücksspiel und ungesunde Lebensmittel geben.

Die Finanzaufsicht Bafin hat den Markt der Finfluencer bereits auf dem Schirm. So warnt sie beispielsweise hier vor Anlagetipps in den sozialen Medien und gibt ihrerseits Tipps zum Vorbeugen.

Die Vorsitzende des Digitalausschusses des Bundestags, Tabea Rößner, verweist in Bezug auf Influencer vor allem auf die oft leicht beeinflussbaren Kinder und Jugendlichen. „Sie wollen das essen und trinken, was ihre Vorbilder im Netz konsumieren, und das sind mitunter ungesunde, besonders zuckerhaltige Lebensmittel oder Junkfood“, sagte sie dem „Handelsblatt“.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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