Im Schnitt betrage die Verbreitung der bAV zwar 60 Prozent. Laut Alterssicherungsbericht 2012 bestehe jedoch ein starkes Gefälle zwischen Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und Betriebsstätten mit weniger als 10 Arbeitnehmern. In den größeren Unternehmen besäßen 84 Prozent der Arbeitnehmer eine bAV, in den kleinen nur 30 Prozent.
„Kleineren Unternehmen ist die bAV oft zu kostenintensiv, zu aufwändig und zu kompliziert. Sie scheuen die langfristigen Verpflichtungen, etwaige Risiken oder auch die mangelnde Flexibilität. Politik und der Gesetzgeber müssen hier für Abhilfe sorgen“, sagt Paulgerd Kolvenbach, Sprecher der Geschäftsführung des Pensionsberaters Longial.
Nach Auffassung der Longial wären folgende Maßnahmen förderlich:
Es sei außerdem erklärtes politisches Ziel der Bundesregierung, die jüngsten Rahmenbedingungen der deutschen bAV im europäischen Kontext zu erhalten. Pläne der EU, die Eigenkapitalvorschriften von Pensionskassen den Eigenkapitalvorschriften für Versicherungen anzunähern, würden der bAV schaden.
„Das Vorhaben der EU könnte je nach Ausprägung die deutsche bAV massiv treffen, wenn man bedenkt, dass große Mengen an bAV gegen Entgeltverzicht über Pensionskassen durchgeführt werden.“ So müssten insbesondere betriebliche Pensionskassen mit einem erheblichen Mehrbedarf an Eigenkapital rechnen. Diese Zusatzbelastung, die ein Mehrfaches des heute vorhandenen Eigenkapitals ausmachen dürfte, könnte für einige Kassen das Aus bedeuten.
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