Mitarbeitergesundheit

„Mit bKV-Vorsorge Arbeitskraft erhalten und Ausfallkosten senken“

Welche soziale Verantwortung übernehmen Arbeitgeber, wenn es um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter geht? In der Realität kommt es leider allzu oft vor, dass Unternehmen für die Leistungsfähigkeit der Maschinen besser vorsorgen als für die Leistungsfähigkeit ihres Personals. Der unabhängige bKV-Spezialmakler Senator h.c. Marco Scherbaum schreibt in seiner aktuellen Kolumne, dass ein Investment der arbeitgeberfinanzierten bKV häufig schon nach kurzer Zeit messbare Effekte mit zahlreichen positiven betriebswirtschaftlichen Auswirkungen hat.
© Presse Marco Scherbaum
Marco Scherbaum ist Experte und Spezialmakler für die betriebliche Krankenversicherung (bKV).
Teure Ausfallzeiten

„Schon wieder eine Krankmeldung“, ein typischer Satz von Personalverantwortlichen.  Tatsächlich sind Fehltage für die Unternehmen eine große Belastung und schädigen die Produktion. Ein hoher Krankenstand verursacht erhebliche Kosten.

Stress und hohe Arbeitsverdichtungen fordern ihren Tribut. In den vergangenen Jahren konnte immer mehr Arbeit nicht erledigt werden, weil Beschäftigte sich teilweise wochenlang krankmeldeten. Ein Vergleich der Fälle von Arbeitsunfähigkeit (AU-Fälle) und den hierdurch entstehenden Fehltagen (AU-Tage) macht deutlich, dass Langzeiterkrankungen für Fehlzeiten und damit auch für die Kostenbelastung der Betriebe die maßgebliche Rolle spielen.

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Älter werdende Belegschaften

Das durchschnittliche Alter der Erwerbstätigen steigt in den nächsten Jahren stark an – mit Auswirkung auf die Häufigkeit bestimmter Krankheiten. Ganz vorne:

  • Ernährung-/Stoffwechselkrankheiten (wie Diabetes mellitus)
  • Krankheiten des Kreislaufsystems (wie Ischämische Herzkrankheiten)
  • Krankheiten des Atmungssystems (wie Chronische Krankheiten der unteren Atemwege)
  • Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (wie Polyarthritis und Arthrose)

Nie war der Anteil der Beschäftigten jenseits von 50 Jahren größer als heute. Dieser Trend ist über alle Branchen und Berufsgruppen hinweg zu beobachten.

Gesundheits-Vorsorge

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind ein wichtiges Instrument zur Gesunderhaltung! Hochwertige Vorsorgeuntersuchungen zählen meist zu den sogenannten IGeL-Leistungen, die nicht zum Deckungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung gehören, dennoch von Arbeitnehmern nachgefragt werden, ärztlich empfehlenswert oder aufgrund des Patientenwunsches ärztlich vertretbar sind.

Das Problem: Die Kosten, etwa eine Milliarde Euro pro Jahr, müssen gesetzlich Versicherte in deutschen Arztpraxen selbst tragen. Das aktuelle System der gesetzlichen Krankenversicherung ist nur unzureichend auf die demografischen Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

Lösung: bKV-Vorsorge

Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) versteht sich als Ergänzung zur Gesetzlichen Krankenversicherung und soll Gesundheitsleistungen abdecken, die insbesondere die gesetzlichen Krankenkassen nicht oder nur zum Teil bezahlen.

Die Vorsorgetarife der bKV können die betriebliche Gesundheit aktiv unterstützen. Sie enthalten wichtige und hochwertige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten. Das besondere Extra – als perfekte Ergänzung zur Regelleistung der Gesetzlichen Krankenkassen. Gesetzliche Programme beschränken sich in der Regel auf Basis von Abtastuntersuchungen sowie zusätzlich in Diagnose- und Altersabhängigkeit.

Zur bKV zählen je nach Tarifwahl moderne Diagnosemethoden auf Status Privatpatient – beispielsweise ambulante Ultraschallvorsorge zur Krebsfrüherkennung, erweiterte Laborwerte und EKG – bis zu Tarifen mit Leistungen zur Stressbewältigung und Burn-out-Prophylaxe gegen psychische Belastungen. Ebenso gibt es Tarife für Ganztages-Check-Ups mit umfangreicher körperlicher Untersuchung sowie abschließendem Arztgespräch und verständlichen Abschlussbericht. Alle Untersuchungen können beim Wunscharzt – also freie Arztwahl – in Anspruch genommen werden.

Marktüblich sind zwei Modelle: Bei sogenannten Budget-Tarifen ist ein jährlicher Maximal-Betrag festgelegt, den der Mitarbeiter flexibel für individuelle Vorsorgeuntersuchungen verwenden kann. Bei der Variante Wertgutscheine erhält jeder Arbeitnehmer personalisierte „Schecks“ oder „Gutscheine für definierte Untersuchungen auf Privatpatienten-Niveau“. Der Leistungsumfang ist absolut transparent. Die Abrechnung der Kosten erfolgt direkt zwischen Arzt und Versicherer.

Fakten aus der Praxis

Wussten Sie eigentlich, dass bei Frauen Brustkrebs die häufigste Krebsart ist? Bereits im Erwerbsalter tragen Frauen ein gewisses Risiko, daran zu erkranken. Und somit spielt Brustkrebs eine deutlich große Rolle bei den Ursachen von Arbeitsunfähigkeit. Bei Männern ist Prostatakrebs die häufigste bösartige Krebsart. Mit rund 65.000 Neuerkrankungen jährlich ist es umso wichtiger, den Prostatakrebs frühzeitig zu entdecken. Männer zählen zu den „Vorsorgemuffeln“, denn nur jeder vierte Mann geht derzeit zur Vorsorge.

Krebs geht uns alle an. Jährlich sterben allein in Deutschland 25.999 Menschen an den Folgen einer Darmkrebserkrankung. Dabei kann man kaum einer Krebsart so leicht vorbeugen. Durch rechtzeitige Früherkennung könnten nahezu alle Darmkrebsfälle verhindert oder geheilt werden.

Laut Peter Oberender, Volkswirtschaftsprofessor an der Universität Bayreuth, können 76 Prozent der Ausfälle, die durch chronische Erkrankungen entstehen, durch Prävention verhindert werden.

Was ist Arbeitgebern die Mitarbeitergesundheit wert?

Im Bereich des Firmen-Fuhrparks werden Fahrzeuge regelmäßig zur Inspektion gebracht. Das Kundendienst-Scheckheft wird gepflegt, um vorzusorgen, dass der Wagen nicht Schaden nimmt oder der Motor ausfällt.

Wird sich auch in dieser Qualität um das Personal gekümmert und vorgesorgt, dass die Arbeitskraft nicht Schaden nimmt oder der Mitarbeiter ausfällt?

Ausfallkosten senken

Meine langjährige Erfahrung als bKV-Spezialmakler hat gezeigt, dass ein Investment der arbeitgeberfinanzierten bKV häufig schon nach kurzer Zeit messbare Effekte mit zahlreichen positiven betriebswirtschaftlichen Auswirkungen hat.

Selbst unter vorsichtigen Annahmen ist es realistisch, dass sich die bKV binnen kürzester Zeit von selbst trägt. Somit hängt der wertschätzende Charakter der freiwilligen Sozialleistung des Arbeitgebers im Zusammenhang mit der Wertschöpfung.

Vorsorge kann helfen, Krankheiten zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen und damit die Chance auf Heilung erhöhen. Die logische Konsequenz daraus: Je mehr Mitarbeiter Vorsorgeuntersuchungen nutzen, desto leistungsfähiger ist die Belegschaft auf lange Sicht. Das hilft Krankheitstage zu reduzieren.

Mein Credo: Unternehmen können mit bKV-Vorsorge die Arbeitskraft der Belegschaft nachhaltig erhalten und Ausfallkosten senken!

Über den Autor

Senator h.c. Marco Scherbaum ist bKV-Makler, Geschäftsführer HEALTH FOR ALL® GmbH & Co. KG, Europäischer Wirtschaftssenator & Aufsichtsrat des Europäischen Wirtschaftssenats, Vorsitzender der Gesundheitskommission (European Economic Senate), Mitglied im Expertenkreis Gesundheit (BVMW) sowie Dozent, Keynote-Speaker und Fachbuchautor. Das aktuelle Buch „Gesundheit für alle“ können Sie hier bestellen.

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