Substanzkraft, Produktqualität, Service

PKV-Qualitätsrating: Diese Anbieter sind spitze

33 private Krankenversicherer hat DFSI Ratings auf Substanzkraft, Produktqualität und Service untersucht. An der Spitze steht ein alter Bekannter, dicht gefolgt von zwei Verfolgern.
Doktor unterschreibt medizinischen Bericht auf Clipboard (deutliches Produktbild).
© rawpixel.com/Magnific
Arzt notiert Symptome: Die Allianz zeigt sich im PKV-Qualitätsrating von DFSI Ratings am stärksten.

Die Allianz belegt im aktuellen Qualitätsrating von DFSI Ratings zur privaten Krankenversicherung (PKV) erneut Platz eins. Mit der Gesamtnote „Sehr Gut (1,1)“ liegt sie knapp vor Barmenia und Württembergische, die jeweils „Sehr Gut (1,2)“ erreichen. Untersucht wurden 33 Anbieter, die zusammen mehr als 90 Prozent der PKV-Vollversicherten abdecken.

Fünf weitere Versicherer erhielten ebenfalls „Sehr Gut“, und zwar in den Abstufungen 1,3 bis 1,5. Dazu zählen Signal Iduna, Arag und R+V (je 1,3), DKV (1,4) sowie Hanse-Merkur (1,5). 22 Anbieter kamen auf die Gesamtnote „Gut“, drei Gesellschaften schafften nicht mehr als „Befriedigend“: Huk-Coburg (2,6), Concordia (2,7) und Ottonova (2,9).

Die Gesamtnote setzt sich aus Substanzkraft und Produktqualität (je 40 Prozent) sowie Service (20 Prozent) zusammen.

>> Zu den gesamten Rating-Ergebnissen geht es hier.

Anspruchsvolles Marktumfeld

Die Zahl der privat Vollversicherten stieg Ende 2025 um 49.700 beziehungsweise 0,6 Prozent auf rund 8,79 Millionen. Die Zusatzversicherungen legten um rund 873.000 auf 32,2 Millionen Verträge zu (plus 2,8 Prozent). Die betriebliche Krankenversicherung wuchs um 10,8 Prozent auf rund 2,72 Millionen Beschäftigte mit vollständig arbeitgeberfinanziertem Schutz.

Gleichzeitig steigen die Kosten. Die PKV-Ausgaben für ambulante Arztbehandlungen stiegen 2025 um 6 Prozent auf mehr als 9,0 Milliarden Euro, für allgemeine Krankenhausleistungen zahlte sie knapp 7,5 Milliarden Euro (knapp 7,5 Prozent mehr), für Arzneimittel fast 8 Prozent mehr. Nach Angaben des PKV-Verbands erhält voraussichtlich rund die Hälfte der Privatversicherten zum Januar 2027 eine Beitragserhöhung, im Schnitt um rund 13 Prozent.

Kostendruck auch in der GKV

„Wachstum allein ist noch keine wirtschaftliche Stärke“, sagt DFSI-Studienleiter Sebastian Ewy. „Höhere Beitragseinnahmen können unterschiedliche Ursachen haben: neue Kunden, einen veränderten Produktmix oder schlicht Beitragserhöhungen. Erst zusammen mit Leistungsausgaben, Kosten und Kapitalerträgen ergibt sich ein belastbares Bild davon, wie wirtschaftlich solide ein Anbieter tatsächlich aufgestellt ist.“

Auch die gesetzliche Krankenversicherung steht unter erheblichem Kostendruck. „Die steigenden Gesundheitsausgaben treffen beide Systeme. Auch in der GKV müssen sich insbesondere Gutverdiener zum Jahreswechsel auf höhere Beiträge einstellen“, erklärt Ewy. „Die aktuelle Entwicklung zeigt damit vor allem eines: Die Finanzierung der medizinischen Versorgung wird für gesetzliche wie private Krankenversicherer zunehmend anspruchsvoller.“

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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