Pläne in Berlin

Pflegeversicherung: Beitrag für Kinderlose soll steigen

Die soziale Pflegeversicherung fährt jährliche Defizite in Milliardenhöhe ein. Deshalb soll Gesundheitsministerin Nina Warken sie reformieren. Ein Teil ihres Plans betrifft offenbar Menschen ohne Kinder.
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU): Steigender Pflegebeitrag für Kinderlose?
© picture alliance / photothek.de | Juliane Sonntag
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU): Steigender Pflegebeitrag für Kinderlose?

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat eine Idee, die der Pflegeversicherung ein paar Milliarden Euro einbringen soll. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) exklusiv berichtet, will sie den Pflegebeitrag für kinderlose Versicherte erhöhen. Er soll um 0,1 Prozentpunkte auf dann 0,7 Prozent steigen.

Wie das RND weiter vorrechnet, müssten Versicherte ohne Kinder dann ab 23 Jahren insgesamt 4,3 Prozent Beitrag zahlen. Versicherte mit Kindern würden bei 3,6 Prozent bei einem Kind, 3,35 Prozent bei zwei Kindern und 3,1 Prozent ab drei Kindern bleiben.

Wie viel das der Pflegekasse bringen würde, geht aus einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP) hervor, die dem „Handelsblatt“ exklusiv vorliegt. Demnach würde das Beitragsaufkommen um rund eine Milliarde Euro im Jahr steigen.

Warken rechnet für die kommenden Jahre für die Pflegeversicherung mit wachsenden Defiziten in Milliardenhöhe (und nicht nur sie). So sagte sie in einem Interview der „Rheinischen Post“: „Das […] Defizit würde im Jahr 2027 bei über 7,5 Milliarden Euro liegen, 2028 bereits bei über 15 Milliarden Euro und bis 2030 immer weiter anwachsen.“

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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