GDV-Analyse

Naturgefahren-Schäden belaufen sich 2025 auf 1,4 Milliarden Euro

Naturgefahren sorgten in Deutschland für Schäden in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Das zeigen Zahlen des Versicherer-Verbands GDV für 2025. Vor allem Stürme und Hagel waren die Übeltäter.
Baumstamm und Äste blockieren geparktes Auto nach Sturm.
© picture alliance/dpa | Kathrin Deckart
Ein Auto ist Opfer eines Sturms geworden.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat neue Zahlen zu Naturgefahrenschäden in der Sachversicherung vorgelegt. Auf rund 1,4 Milliarden Euro belaufen sich die Schäden. Damit fällt die Bilanz für 2025 deutlich milder aus als im Vorjahr.

Geprägt wurde das Schadenjahr vor allem durch Sturm und Hagel. Sie sorgten für Schäden in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Die Schadenanzahl lag bei etwa 479.000, der durchschnittliche Schaden bei rund 2.100 Euro. Solche Ereignisse treffen viele Gebäude gleichzeitig, verursachen aber häufig eher kleinere und mittlere Schäden, etwa an Dächern, Fassaden oder Fenstern.

Elementarschäden bleiben kostspielig

Versicherte Elementarschäden summierten sich 2025 auf rund 400 Millionen Euro bei etwa 88.000 Schäden. Mit durchschnittlich rund 4.700 Euro pro Schaden liegen die Kosten deutlich über denen von Sturm und Hagel.

Der Rückgang im Jahr 2025 um rund 3 Milliarden Euro erklärt sich vor allem durch das schadenträchtige Vorjahr. 2024 lagen die versicherten Naturgefahrenschäden in der Sachversicherung bei 4,4 Milliarden Euro, davon 2,6 Milliarden Euro durch Elementargefahren und 1,8 Milliarden Euro durch Sturm und Hagel.

Seit Beginn der Messungen 2002 kosten Elementarschäden (ohne Sturm & Hagel) die Versicherer durchschnittlich 2 Milliarden Euro jährlich. Selbst ohne die Sturzflut im Ahrtal 2021 liegt der Durchschnitt noch bei 1,5 Milliarden Euro.

Deutschland ist unzureichend abgesichert

In der Wohngebäudeversicherung sind Schäden durch Sturm und Hagel in der Regel automatisch mitversichert. Für Schäden durch Überschwemmung, Starkregen und andere Elementargefahren ist dagegen ein zusätzlicher Baustein nötig, den 2025 erst rund 59 Prozent der Wohngebäude in Deutschland eingeschlossen haben.

Viele Häuser sind damit noch nicht umfassend gegen Naturgefahren geschützt. Seit dem Jahr 2000 entstehen außerdem jedes Jahr rund 1.000 bis 2.400 neue Wohngebäude in ausgewiesenen Überschwemmungsgebieten. Zugleich sind viele Bestandsgebäude baulich nicht gut auf Starkregen und Hochwasser vorbereitet.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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