Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

Warken rechnet mit Wechselwelle in die PKV

Die geplante Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze könnte zu einer Wechselbewegung von Gutverdienern in die private Krankenversicherung (PKV) führen. Gesundheitsministerin Nina Warken geht laut einem Bericht des „Spiegel“ von rund 100.000 Wechslern aus.
Frau denkt nach, während sie an ihre private Krankenversicherung denkt.
© picture alliance/dts Nachrichtenagentur GmbH
Sinn der Sache? Durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze könnten rund 100.000 Menschen von der GKV in die PKV wechseln, erwartet Gesundheitsministerin Nina Warken.

Durch die geplante Gesundheitsreform könnten rund 100.000 Gutverdiener bei ihrer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) den Stecker ziehen und in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Davon geht Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aus, berichtet der „Spiegel“ (kostenpflichtig).

Auslöser ist ein zentrales Element der geplanten Reform: Warken will die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) einmalig um 300 Euro anheben – zusätzlich zur regulären jährlichen Anpassung, die die Lohn- und Gehaltsentwicklung abbildet. Für Versicherte oberhalb dieser Grenze würde das je nach Ausgestaltung spürbare Mehrbelastungen bedeuten.

Aktuell liegt diese Grenze, bis zu der Gutverdiener Krankenkassenbeiträge zahlen müssen, bei 5.812,50 Euro im Monat. Sie würde also auf 6.112,50 Euro steigen.

Bei den erwarteten Mehreinnahmen durch die BBG-Anhebung gehen die Berechnungen auseinander: Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) prognostizierten unter der Annahme von 6,3 Millionen Betroffenen zusätzliche Einnahmen von rund 4,5 Milliarden Euro. Das Ministerium selbst kalkuliert nur mit etwa 2,4 Milliarden Euro, die je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen werden sollen.

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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