Schwieriges Umfeld

Pangaea Life nimmt US-Immobilienfonds vom Markt

Die Nachfrage war zögerlich und das Umfeld schwierig – deshalb wickelt Pangaea Life den hauseigenen Immobilienfonds für US-Wohnprojekte ab. Anleger sollen keinen Schaden erleiden.
Hochhaus-Bau in Miami mit Kräne und Wasser im Vordergrund.
© picture alliance / Newscom | MATIAS J. OCNER
Wohnungsbau in Miami (Symbolbild): Der Immobilienfonds Pangaea Life Co-Invest US Residential sollte in Wohnungen im Süden der USA investieren

Pangaea Life zieht bei dem Immobilienfonds Pangaea Life Co-Invest US Residential die Reißleine und wickelt ihn ab. Die Tochter des Versicherers die Bayerische bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht von „Fondsprofessionell“. Man wolle „Verantwortung für unsere Kundinnen und Kunden übernehmen und frühzeitig handeln, wenn sich ein Produkt nicht wie geplant umsetzen lässt“, teilt sie mit.

Der Fonds war das erste Investmentvehikel, das Pangaea Life außerhalb von Fondspolicen anbieten wollte. Das Geld sollte in Wohnprojekte im Süden der USA fließen und dort Mieten und Wertzuwachs erwirtschaften.

Doch das Umfeld dort ist schwierig und die Nachfrage nach dem Fonds gering. So teilt ein Unternehmenssprecher mit: „Grundlage sind Rückmeldungen aus dem Vertrieb sowie eine veränderte Investitionsbereitschaft: Anleger in diesem Produktsegment agieren derzeit deutlich zurückhaltender, Kapitalzusagen erfolgen langsamer. Gleichzeitig erfordern Projektentwicklungen im Wohnimmobilienbereich eine hohe Geschwindigkeit in der Umsetzung. Diese Spannung wird durch zusätzliche Unsicherheiten – etwa durch Währungsbewegungen und politische Entwicklungen – weiter verstärkt. Die daraus entstehende Dynamik passt aktuell nicht zur Struktur eines geschlossenen Fonds mit festen Investitionszeiträumen.“

Den bereits investierten Anleger soll kein Schaden entstehen. Pangaea Life zahlt die Beträge vollständig zurück. Das umfasst auch etwaige gezahlte Aufgelder (Agios).

Wobei der Sprecher besonders betont, dass sich an der hauseigenen Sichtweise nichts geändert hat: „Unsere positive Einschätzung des US-Wohnimmobilienmarktes bleibt unverändert bestehen. Die Entscheidung richtet sich ausschließlich gegen die konkrete Produktstruktur in der aktuellen Marktphase.“

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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