IVFP-Umfrage

Vermittler holen BU und Fondspolice auf den Tisch

Wenn es um Beratungsthemen von Vermittlern geht, gibt es zwei besonders wichtige Kategorien – die BU und die Fondspolice. Aber das Institut für Vorsorge und Finanzplanung wollte auch wissen, welche Rolle alternative Investments künftig spielen könnten.
Beratungsgespräch: Das IVFP wollte gern wissen, worum es bei Vermittlern geht
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Beratungsgespräch: Das IVFP wollte gern wissen, worum es bei Vermittlern geht

Im Tagesgeschäft der Vermittler kommen zwei Produktarten besonders häufig auf den Beratungstisch: Die Berufsunfähigkeitsversicherung und die fondsgebundene Rentenversicherung ohne Garantien. Zu Erster beraten 80 Prozent der Vermittler mindestens jeden Monat, zu Letzterer immerhin 76 Prozent. Ein beträchtlicher Teil nimmt solche Produkte auch mehrmals im Monat zum Thema.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) unter 138 Vermittlern hervor. Darin geht es um Trends in der Lebensversicherung.

Und dazu gehört auch die Tatsache, dass die Indexpolice keinen sonderlich großen Marktanteil mehr hat. Jeder zweite Befragte (51 Prozent) befasst sich damit gar nicht mehr, ein Drittel (34 Prozent) nur noch selten. Im Jahr zuvor war das Desinteresse nicht ganz so stark ausgeprägt. 46 Prozent holten Indexpolicen damals nie hervor und 30 Prozent nur selten.

Wie jedes Jahr ging es auch um die Frage, nach welchen Kriterien die Befragten Fondspolicen auswählen. Hier die aktuellen Top 5 mit dem Vorjahreswert in Klammern.

  1. 73 Prozent: Flexibilität in der Auszahlphase (63 Prozent)
  2. 71 Prozent: Auswahl an ETFs/Indexfonds (66 Prozent)
  3. 68 Prozent: Flexibilität in der Aufschubzeit (80 Prozent)
  4. 65 Prozent: Kosten (70 Prozent)
  5. 55 Prozent: Finanzstärke des Anbieters (64 Prozent)

Einen großen Teil nehmen diesmal die sogenannten alternativen Investments ein. Darunter versteht man allgemein Geldanlagen, die nicht über geregelte Finanzmärkte (Börsen) verfügbar sind. Hedgefonds gehören dazu, aber auch direkte Firmenkredite oder Immobilien und Infrastruktur.

Solche Anlagen können bestehende Aktien- oder Anleiheportfolios gut ergänzen und abrunden. Denn sie bewegen sich meist unabhängig von den Aktienmärkten. 64 Prozent der Befragten können sich durchaus vorstellen, alternative Anlagen mit den Kunden durchzusprechen. Doch erst 39 Prozent machen das schon.

Allzu viele solche Policen gibt es noch nicht, weshalb das IVFP einfach mal nachfragen konnte. Um welche Produkte ging es also, wenn alternative Anlagen zum Thema wurden? Hier die Top 5.

  1. 79 Prozent: Allianz PrivateFinancePolice
  2. 42 Prozent: Blue Invest (Die Bayerische)
  3. 34 Prozent: Allianz PrivateMarketsPolice
  4. 16 Prozent: Swiss Life Privado Police
  5. 11 Prozent: Württembergische Genius PrivatRente

Die Umfrageergebnisse im Überblick können Sie hier herunterladen.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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