Umfrage

Nachhaltigkeit bei der Geldanlage ist Gen Z wichtig

Nachhaltigkeit ist für junge Leute ein wichtiges Kriterium bei der Geldanlage. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Sie würden dabei sogar eine geringere Rendite in Kauf nehmen, um nachhaltig zu investieren.
© nnatashakaa27/Freepik.com
Junge Menschen beim Müll sammeln: Nachhaltigkeit ist der Generation Z auch bei der Geldanlage wichtig.

Für die jungen Menschen der Generation Z ist Sicherheit bei der Geldanlage wichtiger als beim Rest der Bevölkerung. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Gothaer Asset Management. Danach ist Sicherheit für 49 Prozent der rund 1.000 befragten Deutschen der wichtigste Aspekt bei der Geldanlage. In der Generation Z liegt dieser Wert bei 55 Prozent.

Dieses Sicherheitsbedürfnis spiegelt sich auch in der Wahl der Anlageformen wider: 56 Prozent der Gen Z legen ihr Geld auf dem Sparbuch an, gegenüber 44 Prozent der allgemeinen Gruppe.

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„Wir sehen die Tendenz der Gen Z, eher auf vermeintlich sichere Geldanlagen zu setzen. Das heißt aber auch, Verzicht auf Rendite“, erklärt Alina vom Bruck, Vorständin bei Gothaer Asset Management. „Doch gerade, wenn man jung ist, erst am Anfang des Vermögensaufbaus steht und noch über viele Jahre Geld ansparen kann, ist ein etwas höheres Risiko zugunsten der Rendite durchaus vertretbar. Wie so oft im Leben macht es hier die richtige Mischung, also ein Mix aus sicheren und renditestarken Anlageformen.“

Insgesamt geben 83 Prozent aller Befragten an, die Folgen des Klimawandels und damit steigende Kosten am meisten zu fürchten. 76 Prozent haben die Sorge, dass geopolitische Konflikte die Preise treiben und so die eigene finanzielle Situation verschlechtern könnten. Die Gen Z liegt hier mit 82 beziehungsweise 78 Prozent im Durchschnitt aller Befragten.

Ein weiteres Ergebnis: Nachhaltigkeit ist für die jungen Leute ein wichtiges Kriterium bei der Geldanlage. Für 55 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe ist der Nachhaltigkeitsaspekt eher wichtig oder sehr wichtig. Bei der Gesamtheit der Befragten sind es nur 46 Prozent. „Die Gen Z hat ganz offensichtlich die enorme Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit erkannt“, so Alina vom Bruck.

Danach gefragt, welcher Aspekt von Nachhaltigkeit ihnen am wichtigsten ist, nennen 37 Prozent der Deutschen soziale Gerechtigkeit und 22 Prozent eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Für 36 Prozent aller Befragten steht zudem der Umwelt- und Klimaschutz an erster Stelle, bei der Gen Z liegt der Wert in diesem Aspekt bei 41 Prozent.

Nachhaltigkeit schlägt Rendite

Die Befragten setzen verstärkt auf Geldanlagen, die sich positiv auf Gesellschaft und Umwelt auswirken. Für 45 Prozent aller Befragten rückt die Rendite laut Studie sogar in den Hintergrund. Sie würden eine geringere Rendite in Kauf nehmen, um nachhaltig zu investieren. Bei der Generation Z sind es mit 54 Prozent sogar etwas mehr als der Durchschnitt.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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