Eine Studie der Finanzaufsicht Bafin bestätigt: Die Deutschen kennen sich mit Geld nicht allzu gut aus. Im Rahmen einer Studie zum Finanzwissen beantworteten nur 21 Prozent der Teilnehmer alle zehn Fragen zum Thema Geld korrekt. „Sie haben damit ein umfangreiches Basiswissen“, folgern die Studienautoren der Bafin daraus. Im Durchschnitt beantworteten die Teilnehmer acht Fragen richtig. 31 Prozent schafften das jedoch nicht.
Die Studie zur finanziellen Bildung ist Teil einer Befragung, die das Internationale Netzwerk zur Finanziellen Bildung (International Network on Financial Education – INFE) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entwickelt und koordiniert hat. In Deutschland erhebt die Bafin die Daten.
Bei einigen Gruppen lassen sich demnach Schnittmengen beobachten. So schlugen sich Frauen und Ältere im Test eher unterdurchschnittlich. Frauen beantworteten 7,6 Fragen richtig, Männer hingegen 8,4. Teilnehmer von 60 bis 79 Jahren brachten es ebenfalls auf 7,6 richtige Antworten, die Jüngeren schafften 8,2.
Frauen kennen sich insbesondere bei der Geldanlage nicht so gut aus wie Männer. So beantwortete jede dritte Frau eine Frage zum Zinseszinseffekt falsch oder mit „weiß nicht“. Bei den Männern waren es 18 Prozent. Zweites Beispiel: 20 Prozent der Frauen stellten den Zusammenhang zwischen Erträgen und Risiken falsch her. Bei den Männern waren es 11 Prozent. Und ob Kryptowährungen gesetzliche Zahlungsmittel sind, wussten 57 Prozent der Frauen, aber 75 Prozent der Männer.
Das Bild lässt sich offenbar auf das Thema Altersvorsorge übertragen. Denn 32 Prozent der Frauen holen sich bei dem Thema Hilfe vom Partner. Umgekehrt tun das lediglich 21 Prozent der Männer. 30 Prozent der Frauen, aber 40 Prozent der Männer bauen bei der Altersvorsorge auf Kapitalanlagen wie Aktien, Anleihen und Investmentfonds.
Außerdem lassen sich Zusammenhänge zwischen Bildungsabschluss und Finanzwissen ausmachen. Teilnehmer mit Abitur, Meisterprüfung oder Hochschulabschluss bewältigten im Schnitt 8,5 Fragen korrekt. Wer so einen Abschluss nicht hat, brachte es auf lediglich 7,1 richtige Antworten.
Insgesamt zeige die Studie „Verbesserungspotential“, heißt es von der Bafin. Weshalb sie in ihrer Verbraucherschutzstrategie einen entsprechenden Schwerpunkt festgelegt hat. Außerdem unterstützt sie die Bundesregierung bei ihrer Initiative zur Finanziellen Bildung.
Die richtigen Antworten finden Sie auf der nächsten Seite.
Hier sind die Antworten zu den Finanzfragen der Bafin (Anteil korrekter Antworten in Prozent in Klammern)
Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier.
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