Fachkräftemangel in der Versicherungsbranche

Wie Makler und Versicherer neue Talente werben können

Das Durchschnittsalter von Versicherungsmaklern liegt um die 50 Jahre. Damit ist ein großer Teil des Berufsstands nicht mehr weit vom Renteneintritt entfernt. Aus diesem Grund braucht die Branche Nachwuchs. Nur der ist nicht so leicht zu finden. Was Unternehmen gegen einen Fachkräftemangel tun können.
© Getty Images
Schülerinnen im Gespräch: Nachwuchs finden ist für die Versicherungsbranche ein Thema. Junge Menschen gewinnt man heute vor allem über gute digitale Angebote.

Schlechtes Image, steigende Qualifizierungsanforderungen und nicht die üppigsten Verdienstaussichten – große Anreize bietet die Versicherungsbranche jungen Menschen auf den ersten Blick nicht. Deshalb entwickeln die Unternehmen Initiativen, über die sie für sich werben wollen.

So bieten beispielsweise einige Versicherer über Karriereplattformen die Möglichkeit, Schüler gezielt über Ausbildungswege, Lerninhalte und Vergütungen zu informieren. Ein Beispiel dafür sei die Plattform der Haftpflichtkasse Darmstadt, wie das Versicherungsjournal berichtet.

Eine weitere Möglichkeit zur Nachwuchswerbung seien zudem spezielle Projekte, die in der Hand der Auszubildenden in Makler- und Versicherungsunternehmen liegen. Das Ziel: Interessierte Schüler durch den aktuellen Firmennachwuchs in den Makler- und Versicherungsalltag reinschnuppern lassen. Beispiel dafür, so der Bericht weiter, ist das Azubi-Projekt Luna des Maklerbüros Leue & Nill.

Damit sich junge Leute angesprochen fühlen, müssen Firmen diese Projekte über eine eigene Webseite und den mittlerweile obligatorischen Facebook-Auftritt präsentieren. Denn für Schüler ist es selbstverständlich, Erstinformationen im Internet und in sozialen Netzwerken zu suchen.

Haben Makler und Versicherer erst einmal den passenden Nachwuchs gefunden, dann gilt es: Die jungen Leute halten. Das können Unternehmen zum Beispiel, indem sie während Ausbildung und Studium ihren Nachwuchs mit digitalen Angeboten unterstützen. So bieten Online-Communities und Chatforen in Unternehmensnetzwerken einfache Wege, über die sich Auszubildende austauschen und beim Lernen helfen können.

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