Studie von Standard Life Investments

Wie Solvency II die Kapitalanlagestrategien der Versicherer verändert

Seit Jahresbeginn ist die europäische Stabilitätsrichtlinie Solvency II in Kraft. Wie die neuen Vorgaben zur Kapitalausstattung der Versicherer das Anlageverhalten der Branche beeinflusst, zeigt eine aktuelle Studie.
1452083995.Asset_Allocation_regional_SLI_Web-1
© Standard Life
So verteilen britische, deutsche, nord- und südeuropäische Versicherer aktuell ihre Kapitalanlagen

89 Prozent der europäischen Versicherer haben laut einer aktuellen Studie von Standard Life Investments ihre Kapitalanlagestrategien verändert, seitdem sie sich auf die neuen Stabilitätsanforderungen von Solvency II einstellen müssen. Für rund die Hälfte der Befragten heißt das: Weniger festverzinsliche Wertpapiere – dafür mehr alternative Anlagen wie Infrastruktur und erneuerbare Energie oder aber auch Immobilien.

Allerdings gibt es dabei Unterschiede innerhalb Europas: Denn während deutsche Versicherer stark unter den niedrigen Zinsen auf Bundesanleihen leiden, sind südeuropäische Versicherer – aufgrund höherer Renditen auf Anleihen ihrer Länder – etwas optimistischer.

Eine weitere Folge von Solvency II: Einige Versicherer sehen sich nicht mehr in der Lage, ihre Investitionen selbst zu steuern. So gaben 44 Prozent der Befragten an, das Management ihrer Kapitalanlagen künftig auslagern zu wollen. Zudem: Garantieprodukte geraten immer weiter ins Abseits, denn 43 Prozent der Versicherer scheinen diese nicht mehr wettbewerbsfähig gestalten zu können.

Für die Studie befragte Standard Life Investments 56 europäische Versicherungsunternehmen. Die befragten Gesellschaften repräsentieren ein Drittel der Bilanzsumme der gesamten europäischen Versicherungsindustrie.



So könnte sich die Verteilung der Kapitalanlagen in den kommenden drei Jahren verändern
Grafik: Standard Life

Mehr zum Thema

Allianz verkleinert erneut den Vorstand

Im Versicherungskonzern Allianz kommt es zu einem weiteren Wechsel im Vorstand. Günther Thallinger wird sein…

„Die allermeisten Menschen können ihre Ruhestandsplanung nicht selbst machen“

Pfefferminzia: Ein Ergebnis Ihrer neuen Umfrage ist, dass nur jeder Dritte aus der Gruppe der…

Frauen und Männer: Vorsorge-Schere öffnet sich weiter

Die Lücke in der privaten Altersvorsorge zwischen Männern und Frauen vergrößert sich. Während Männer ihre…

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert