Hochwasser und Starkregen

Mehrheit findet Pflicht zum Elementarschutz in Ordnung

Sollen Wohngebäudeversicherungen künftig nur noch mit zusätzlichem Schutz vor Elementargefahren angeboten werden müssen? Eine Umfrage der DEVK zeigt, dass die meisten Deutschen damit gar kein Problem hätten.
Person sitzt auf einer Bank am überschwemmten Flussufer bei Hochwasser.
© picture alliance / ZUMAPRESS.com | Matias Basualdo
Leichtes Hochwasser in Frankfurt am Main im Februar 2026: Sollten sich Hauseigentümer gegen Elementargefahren versichern müssen?

Die Frage, ob sich Hauseigentümer gegen Elementargefahren pflichtversichern sollen, schwebt politisch gesehen noch in der Luft. Viel geschieht da gerade nicht. Jetzt zeigt sich, dass die Bundesregierung für so eine Pflicht Rückendeckung im Volk hätte. Denn 62 Prozent der Deutschen sprechen sich dafür aus. Von den Hauseigentümern sind es sogar 72 Prozent. Lediglich ein Viertel ist ausdrücklich gegen so eine Pflicht.

Das zeigt eine aktuelle Studie im Auftrag der DEVK, für die Civey 5.000 Menschen repräsentativ online befragt hat. Zu Elementargefahren gehören insbesondere Starkregen, Überflutungen und Hochwasser. Die sind in herkömmlichen Wohngebäudeversicherungen und Hausratversicherungen nicht mit abgedeckt, was sich aber über Zusatzbausteine ändern lässt.

Das Bemerkenswerte: Laut offiziellen Zahlen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) enthält nur wenig mehr als die Hälfte der Wohngebäudeversicherungen den Baustein für Elementarschutz (57 Prozent). Laut Umfrage haben so etwas allerdings 71 Prozent der Immobilienbesitzer in der Wohngebäudepolice mit drin.

Eine Pflichtversicherung, die Kunden bewusst abwählen müssten, hat die DEVK nach eigener Aussage übrigens schon vor 15 Jahren eingeführt. Damit bietet sie Elementarschutz immer automatisch mit an.

Umgekehrt herum gefragt: Welche Gründe gibt es, keinen solchen Elementarschutz abgeschlossen zu haben? 41 Prozent aller Befragten meinen, dass das in ihrer Wohnlage nicht nötig sei. 32 Prozent finden, dass sich der Eigentümer darum kümmern soll.

Von den Immobilieneigentümern haben 14 Prozent ausdrücklich keinen Elementarschadenschutz. Und von ihnen sagen fast zwei Drittel, dass das in ihrer Wohnlage nicht nötig sei.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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