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5 Tipps gegen Frostschäden an Wasserleitungen

Frostschäden an Wasserleitungen und damit teure Reparaturen kosten deutsche Versicherer jährlich rund 130 Millionen Euro. Diese Schäden können Hausbesitzer mit ein paar einfachen Maßnahmen verhindern. Mit diesen 5 Tipps vom GDV klappt das.
Eiszapfen an einem Wasserrohr: 2023 gaben deutsche Versicherer 130 Millionen Euro für Frostschäden an Wasserleitungen ihrer Versicherten aus.
© pvproductions / Freepik
Eiszapfen an einem Wasserrohr: 2023 gaben deutsche Versicherer 130 Millionen Euro für Frostschäden an Wasserleitungen ihrer Versicherten aus.

Frostschäden an Wasserleitungen verursachen pro Jahr im Schnitt 26.000 versicherte Schäden in Deutschland. Das geht aus Berechnungen des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. „Etwa 2 bis 3 Prozent aller Leitungswasserschäden werden durch Frost verursacht. Der Schaden beläuft sich jährlich auf rund 130 Millionen Euro“, sagt Anja-Käfer-Rohrbach, stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin.

Frostschäden und damit hohe Reparaturkosten können Hausbesitzer mit ein paar einfachen Maßnahmen effektiv verhindern. Damit das gelingt, hat der GDV eine Liste mit fünf Tipps zusammengestellt.

Wichtig ist, dass Hausbesitzer bereits vor Frostbeginn mit den Tipps beginnen. Sind trotz Prävention Leitungen eingefroren, greift die Wohngebäudeversicherung. Diese deckt Schäden am Gebäude ab, die durch geplatzte Wasserrohre entstehen. Dazu zählen Schäden an wasserführenden Leitungen, Heizkörpern, Wasch- und Spülmaschinen sowie Klima- und Wärmepumpen.

Die fünf Tipps des GDV für Hausbesitzer gegen Frostschäden an Wasserleitungen lesen Sie hier.

Tipp 1: Räume ausreichend heizen
Wohnzimmer mit Weihnachtsdeko: Um ihre Wasserleitungen zu schützen, sollten Hausbesitzer ihre Wohnräume ausreichend heizen. Foto: awesomecontent / Freepik
Wohnzimmer mit Weihnachtsdeko: Um die Wasserleitungen zu schützen, sollten Hausbesitzer ihre Wohnräume ausreichend heizen. Foto: awesomecontent / Freepik

Wer alle Räume ausreichend beheizt, verhindert, dass Leitungen einfrieren. Das gilt insbesondere für selten genutzte Räume wie Keller-, Vorrats- oder Abstellräume, Gästezimmer und Gäste-WCs. Das Heizungsventil sollte nie vollständig geschlossen sein.

Tipp 2: Nicht auf die Frostschutzstellung verlassen
Person dreht an der Heizung: Die Frostschutzeinstellung am Heizventil bietet keinen kompletten Schutz. Foto: Freepik
Person dreht am Thermostat: Die Frostschutzeinstellung am Heizventil bietet keinen kompletten Schutz. Foto: Freepik

Die Frostschutzmarkierung (*) am Heizkörperventil bietet nur bedingten Schutz. Zwar schützt sie die Heizkörper selbst vor Frost, die Rohre jedoch nicht. So können Rohre, die weiter entfernt vom Heizkörper liegen, bei sehr niedrigen Temperaturen einfrieren.


Tipp 3: Wasserleitungen leeren
Wasserpumpe in einem Garten im Winter: Ihre Wasserleitungen sollten Hausbesitzer im Winter leeren.Foto: Dragana Gordic / Freepik
Wasserpumpe im Garten im Winter: Ihre Wasserleitungen sollten Hausbesitzer im Winter leeren. Foto: Dragana Gordic / Freepik

Leitungen, die im Außenbereich oder in dauerhaft unbeheizten Räumen liegen, sollten Hausbesitzer vom Wasser trennen und entleeren, um Frostschäden zu verhindern.

Tipp 4: Isolierung verbessern
Mann misst ein Fenster ab: Isolierte Fenster helfen gegen kalte Zugluft an Wasserleitungen. Foto: Freepik
Mann misst ein Fenster ab: Isolierte Fenster helfen gegen kalte Zugluft und schützen Wasserrohre. Foto: Freepik

Undichte Fenster oder Außentüren sollten isoliert werden, damit Wasserleitungen nicht durch kalte Zugluft einfrieren können. Kellerfenster sind hier eine häufige Schwachstelle, die Hausbesitzer dringend überprüfen sollten.


Tipp 5: Wasserrohre schützen
Mann repariert Wasserleitung im Bad: Freiliegende Wasserleitungen brauchen einen Extraschutz gegen Kälte. Foto: rawpixel.com / Freepik
Mann repariert Wasserleitung im Bad: Freiliegende Wasserleitungen brauchen einen Extraschutz gegen Kälte. Foto: rawpixel.com / Freepik

Freiliegende Wasserrohre und -speicher sollten Hausbesitzer mit Isoliermaterial vor Kälte schützen.

Ein anderes großes Problem für Hausbesitzer kann Starkregen sein. Wie Hausbesitzer sich am besten davor schützen und was an den typischen Mythen dran ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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