Einzeltitel und Aktienfonds

Zahl der Aktionäre wächst um 2 Millionen

Aktien gewinnen in Deutschland weiter an Popularität. Das Deutsche Aktieninstitut verzeichnet, dass im vergangenen Jahr 2 Millionen Menschen neu in Aktien oder Aktienfonds (inklusive ETFs) eingestiegen sind.
Aktienhändler in der Börse Frankfurt: Aktienanlagen scheinen ihren Schrecken in Deutschland zu verlieren. Die Zahl der Aktienanleger wächst
© picture alliance/dpa | Boris Roessler
Aktienhändler in der Börse Frankfurt: Aktienanlagen scheinen ihren Schrecken in Deutschland zu verlieren. Die Zahl der Aktienanleger wächst

Die Zahl der Aktionäre in Deutschland steigt. Im vergangenen Jahr besaßen 14,1 Millionen Menschen direkte oder indirekte Aktienanlagen, 2 Millionen mehr als im Jahr 2024. Das meldet das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und sieht dabei den Trend der vergangenen Jahre bestätigt.

Für die Studie befragte das Umfrageinstitut Kantar rund 28.000 Personen in Deutschland ab 14 Jahren nach ihrem Anlageverhalten.

Zu Aktienanlagen zählt das DAI einzelne Aktien und Aktienfonds, zu denen auch viele Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) gehören. Vor allem Fonds erweisen sich als beliebt. Denn 9,2 Millionen Menschen stecken ihr Geld ausschließlich in solche indirekten Aktienvehikel. Lediglich 2 Millionen bevorzugen ausschließlich einzelne Aktien.

Obwohl Deutschland bekanntermaßen stark altert, besorgten vor allem jüngere Menschen den Aktionärszuwachs. Denn 1,2 Millionen Menschen unter 40 Jahren sind im vergangenen Jahr neu in Aktien eingestiegen. Somit steigt ihre Gesamtzahl auf 4,9 Millionen Menschen.

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Ebenfalls bemerkenswert sind die Investmentsparpläne. Inzwischen zahlen 5,3 Millionen Menschen regelmäßig in Aktien oder Aktienfonds ein. 52 Prozent davon nutzen ETF-Sparpläne. Weitere 26 Prozent sparen in aktiv gemanagte Aktienfonds, und der Rest in Einzelaktien.

Beim DAI zeigt man sich sicher, dass das alles kein Zufall ist, sondern ein Trend. Henriette Peucker, Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts, sagt: „Der gesellschaftliche Rückenwind für die Aktie ist so stark wie nie. Die geplante Frühstart-Rente kann in Verbindung mit einem Altersvorsorgedepot langfristig zu einem Erfolg werden. Ein steuerlich gefördertes Anlagesparkonto, wie von der EU-Kommission angeregt, wäre ebenso hilfreich.

Wir plädieren dafür, Aktien auch in Deutschland zusätzlich in allen drei Säulen der Altersvorsorge stärker zu nutzen. Für all diese Herausforderungen finden sich international erfolgreiche Lösungen. Die Tür steht für den Gesetzgeber weit offen.“

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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