Wertsteigerung

Mit diesen 6 Tipps steigern Sie den Verkaufspreis Ihrer Immobilie

Wer ein Haus verkauft, möchte dafür natürlich den bestmöglichen Preis erzielen. Schon im Vorfeld kann man seine Immobilie aufhübschen, um den Wert des Gebäudes nach oben zu treiben. Welche Maßnahmen infrage kommen, erklärt der zertifizierte Immobiliensachverständige, André Heid, in seinem Gastbeitrag.
© Heid Immobilien
André Heid ist zertifizierter Immobiliensachverständiger und Geschäftsführer von Heid Immobilien.

Von einer Wertsteigerung spricht man dann, wenn eine Immobilie zu einem höheren Preis verkauft wird, als sie gekauft wurde. Um dies zu erreichen, können Sie als Verkäufer einige Maßnahmen in die Wege leiten, aber auch selbst Hand anlegen. Um den Immobilienwert vor dem Verkauf zu steigern, geben wir Ihnen hier sechs Tipps mit an die Hand.

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Wie wird der Immobilienwert ermittelt?

Immobilien gelten zwar gemeinhin als wertbeständig und inflationssicher – Stichwort: Betongold. Eine Sicherheit, dass sie automatisch im Wert steigen, gibt es jedoch nicht. Denn neben der Marktlage spielen Faktoren wie das politische Klima, Krisen, die Zinspolitik oder Rohstoffknappheit ebenfalls eine Rolle dabei, ob eine Immobilie im Wert steigt oder sinkt. Diese Faktoren können jedoch nicht beeinflusst werden, andere hingegen schon. Doch wie wird der Wert einer Immobilie überhaupt bemessen?

Die Lage einer Immobilie ist der Dreh- und Angelpunkt bei der Wertermittlung einer Immobilie. Weitere Faktoren, die bei der Wertermittlung von Häusern, Wohnungen, anderen Immobilien und auch Grundstücken eine Rolle spielen, sind:

  • Alter und Zustand
  • Ausstattung
  • Drittverwendungsfähigkeit
  • Energieeffizienz
  • Erschließungsgrad
  • Fläche (Bruttogrundfläche, Nutzfläche, Wohnfläche)
  • Im Grundbuch eingetragene Belastungen wie Grunddienstbarkeiten oder Darlehen
  • Leerstehend oder vermietet
  • Nutzungsdauer
  • Bodenrichtwert
  • Infrastruktur der Kommune
Wie kann ich den Wert meiner Immobilie vor dem Verkauf erhöhen?

Um den Wert einer Immobilie vor dem Verkauf zu steigern, gibt es verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können. Diese sind zum Teil sogar schon mit wenig Aufwand und ohne große Summen in die Hand zu nehmen, umsetzbar.

#1 Führen Sie eine energetische Sanierung durch

Zur energetischen Sanierung zählen alle Baumaßnahmen an einem Gebäude, die zu einem geringeren Energieverbrauch und somit zu einer höheren Energieeffizienz führen. Weiteres Ziel der Sanierung ist es, durch erneuerbare Energien die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen voranzutreiben. Mögliche Baumaßnahmen, mit der die Energieeffizienz verbessert werden kann, sind unter anderem:

  • Austausch der Fenster
  • Dämmung des Dachs
  • Dämmung der Fassade
  • Einbau moderner Heiztechnik
  • Lüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage
  • Einbau einer Wärmepumpe

Grundsätzlich gilt: Falls Ihr Haus in den vergangenen 20 Jahren nicht saniert wurde, ist es sinnvoll, energetische Maßnahmen anzugehen. Aufgrund der hohen Energiepreise lohnt sich die Investition in neue Technologien für Dämmung, Heizung und Lüftung.

Auch wenn Sie Bestandteile Ihres Hauses bereits saniert haben, dies jedoch vor dem Inkrafttreten der Energiesparverordnung 2002 erledigt wurde, sollten Sie sich zum energetischen Zustand Ihrer Immobilie beraten lassen und gegebenenfalls nachrüsten, um die Mindestanforderungen zu erfüllen. Beim BAFA, dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, gibt es Zuschüsse etwa für:

  • Wärmepumpen
  • Solarthermie
  • Biomasseheizungen
  • Brennstoffzellenheizungen
  • weitere Heiztechnik mittels erneuerbarer Energien
  • Heizungsoptimierungen
  • Arbeiten an der Gebäudehülle
  • Anlagentechnik
  • v.m.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Förderprogramme des BAFA und finden Sie heraus, welche Option sich am besten für die bei Ihnen geplanten Maßnahmen eignen. Denn bei energetischen Sanierungen ist auf das Verhältnis zwischen Investitionskosten und der tatsächlichen Wertsteigerung unbedingt zu achten.

Trotz der hohen Energiepreise lohnen sich etwaige energetische Sanierungsmaßnahmen nicht oder erst sehr spät für den Endverbraucher. Das wird unter anderem durch die hohen Kosten verursacht, die mit einer Sanierung einhergehen – vor allem bei Investitionen, die den Kern des Gebäudes angehen.

Dazu haben Bauteile zum Teil eine kürzere Nutzungs- als Amortisationsdauer. Bei Dämmungen liegt diese in der Praxis bei über 30 Jahren, die Industrie gibt jedoch eine Nutzungsdauer von nur 20 Jahren an, anschließend ist das Ganze Sondermüll und die Sanierungsmaßnahme rechnet sich weder für Sie noch für die Umwelt.

Schließlich sollten auch alte Heizungen laut Gesetz nach etwa 30 Jahren getauscht werden. Allerdings muss hier auch betrachtet werden, dass eine Heizungsanlage nach 30 Jahren noch sicher gut fünf Jahre mit einem Wirkungsgrad von etwa 85 Prozent weiterläuft, aber eben nicht mehr mit einem von etwa 98 Prozent.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bei energetischen Sanierungen genau abzuwägen gilt, wie sich Kosten und Nutzen für Sie und die Umwelt zueinander verhalten.

#2 Führen Sie kleine Renovierungen durch und modernisieren Sie Ihr Haus

Investieren Sie in Reparaturen, um etwaige Schäden zu beseitigen und veraltete Bauteile zu ersetzen. Kümmern Sie sich um ästhetische Verbesserungen wie die Neugestaltung von Innenräumen oder den Einbau moderner Ausstattung. Dabei können Sie Ihr Badezimmer sanieren, Silikonfugen erneuern, Küchenfronten neu gestalten oder Ihre vorhandenen Böden abschleifen und neu einlassen.

Auch ein neuer Anstrich in den Innenräumen macht gleich einen viel besseren Eindruck! Es ist auch fast immer empfehlenswert, in neue Fenster zu investieren, insbesondere wenn das Haus älter ist oder noch einfach verglaste Fenster hat. Diese Maßnahmen können nicht nur den Wert Ihres Hauses erhöhen, sondern auch das Interesse potenzieller Käufer steigern.

#3 Verschönern Sie Ihre Außenanlagen

Der erste Eindruck zählt, das gilt auch bei Besichtigungen. Und was sieht man als potenzieller Käufer als Erstes? Genau, die Außenanlagen! Ein gepflegter und ansprechender Garten inklusive Einfahrt kann einen großen Einfluss auf den Wert Ihrer Immobilie haben. Sorgen Sie für einen ansehnlichen Garten und reparieren Sie eventuelle Schäden an Wegen. Streichen Sie die Zäune und denken Sie zum Beispiel auch darüber nach, Ihre Fassade mit einem neuen Anstrich zu versehen.

#4 Erweitern oder gestalten Sie Räume um

Überlegen Sie, ob es Möglichkeiten gibt, den Grundriss der Immobilie zu optimieren, zum Beispiel durch den Umbau eines Dachbodens oder Kellers in zusätzlichen Wohnraum oder durch die Schaffung eines offenen Grundrisses, indem Sie nicht tragende Wände entfernen.

Hier gilt es natürlich abzuwägen, ob sich eine mögliche Wertsteigerung ergibt und ob sich die Kosten, die mit einem Umbau einhergehen, rechnen. Können Sie viele der Arbeiten selbst durchführen, kann sich ein Projekt dieser Art vor dem Umbau jedoch auch lohnen.

#5 Führen Sie eine Grundreinigung durch

Eine gründliche Reinigung verleiht der Immobilie ein frisches und gepflegtes Erscheinungsbild, das potenzielle Käufer anspricht. Während der Grundreinigung sollten alle Räume von Boden bis Decke gereinigt werden, einschließlich der Fenster, Böden, Wände, Decken und Sanitäranlagen. Entsorgen Sie zudem auch Unrat und überflüssige Gegenstände, um Platz zu schaffen – so wird Ihnen auch der Auszug zu einem späteren Zeitpunkt erleichtert.

#6 Professionelle Home-Staging-Techniken anwenden

Last but not least: Lassen Sie sich helfen! So können Sie die Dienste eines Home-Stagers in Anspruch nehmen. Dieser hilft Ihnen dabei, Ihre Immobilie optimal zu präsentieren und potenzielle Käufer so dazu zu bringen, doch ein wenig mehr für Ihr Haus auszugeben. Denn durch eine ansprechende Innenraumgestaltung und passende Dekoration können Sie den Gesamteindruck der Immobilie verbessern und so höhere Gewinne erzielen.

Wie kann ich die Wertsteigerung meiner Immobilie überprüfen?

Hier sollten Sie sich in jedem Fall über eine professionelle Immobilienbewertung Gedanken machen. So können Sie den aktuellen Wert Ihrer Immobilie bestimmen lassen – über den Zustand der Immobilie selbst sowie anhand der aktuellen Marktlage – und so eine fundierte Entscheidung zum Verkaufspreis und zu eventuell notwendigen Maßnahmen zur Wertsteigerung treffen.

Denn ein zertifizierter Gutachter kann realistisch abschätzen, welchen Wertzuwachs die Immobilie aufgrund der durchgeführten Renovierungsmaßnahmen erhalten würde. Es ist an dieser Stelle natürlich sinnvoll, sich diese Einschätzungen noch vor der geplanten Investition einzuholen.

Fazit

Es müssen nicht immer große Sanierungsprojekte sein, um den Wert einer Immobilie zu steigern. Bereits kleine Veränderungen können einen großen Einfluss haben. Wenn Sie unsicher sind, wo Sie anfangen sollen, sehen Sie die Immobilie aus der Perspektive eines potenziellen Käufers und holen sich einen sachkundigen Partner an Ihre Seite.

Über den Autor

André Heid ist zertifizierter Immobiliensachverständiger und verfügt über langjährige Erfahrung, die nötige Marktkenntnis und fundiertes Fachwissen zu allen Immobilienfragen. Als Geschäftsführer der Heid Immobilien GmbH unterstützt er Käufer und Verkäufer dabei, den Verkehrswert einer Immobilie realistisch einzuschätzen und so einen angemessenen Kauf- bzw. Verkaufspreis zu erzielen.

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