Trend zeigt weiter nach unten

Inflation sinkt kräftig in Richtung Zielmarke

Die bundesamtlichen Statistiker melden eine Inflationsrate für Deutschland von voraussichtlich 3,2 Prozent. Das ist schon deutlich weniger als in den Monaten zuvor und bestätigt den Trend nach unten. Fast schon am zentralen Zielwert von 2,0 Prozent landet dagegen die harmonisierte Inflation.
Tanke mit Spritpreisen: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Preise für Energie
© picture alliance/dpa | Sina Schuldt
Tanke mit Spritpreisen: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Preise für Energie

Die Inflationsrate in Deutschland sinkt weiter. Wie das Bundesamt für Statistik (Destatis) jetzt meldet, liegt sie für November 2023 bei voraussichtlich 3,2 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2021. Damals waren es 2,4 Prozent.

Dämpfend wirkten laut Destatis vor allem die Energiepreise, die im betrachteten Zeitraum über zwölf Monate um 4,5 Prozent zurückgingen. Das liegt auch daran, dass sie damals besonders hoch lagen. Essen und Trinken indes verteuerten sich mit plus 5,5 Prozent zwar immer noch recht kräftig, aber nicht mehr so stark wie noch im Oktober (6,1 Prozent).

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Die offizielle Inflationsrate bezieht sich stets auf den entsprechenden Monat im Vorjahr, hier also auf den November 2022. Vergleicht man aber die Preise mit dem direkten Vormonat, also Oktober 2023, entsteht sogar Deflation. Denn die Preise sind um 0,4 Prozent gefallen.

Noch niedriger liegen die Werte übrigens, wenn man den sogenannten harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) heranzieht. Der wurde einst erschaffen, um die unterschiedlichen Euroländer besser vergleichen zu können und einen Gesamtindex für Europa und Eurozone zu errechnen. Der Europäischen Zentralbank (EZB) dient der HVPI als Grundlage für die Geldpolitik.

Und eben dieser HVPI für Deutschland legte im November gegenüber dem Vorjahr um nur noch 2,3 Prozent zu. Gegenüber Oktober fiel er sogar um 0,7 Prozent. Damit schrammt Deutschland – zumindest in der Euro-Variante – schon hart an das offizielle Inflationsziel der EZB. Denn das liegt nach wie vor bei 2,0 Prozent.

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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