Die Zukunftsaussichten für die sogenannten Babyboomer sind laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung nicht gerade rosig: Laut Rechnungen der Autoren wird bald jeder fünfte Neu-Rentner ab 2036 von Altersarmut bedroht sein (28 Prozent). 2015 lag das Risiko noch bei 16 Prozent. Besonders gefährdet sind demnach Niedrigqualifizierte, Langzeitarbeitslose sowie alleinstehende Frauen.
Die Autoren der Studie sagen zudem wegen der Ausbreitung des Niedriglohnsektors und Phasen von Arbeitslosigkeit voraus, dass wohl mehr Menschen Grundsicherung beantragen müssen. Das würde dazu führen, dass 7 Prozent der Neu-Rentner in ungefähr 20 Jahren auf staatliche Unterstützung angewiesen sein werden. 2015 waren es 5,4 Prozent.
Das deutsche Rentensystem sei nicht ausreichend auf die steigende Zahl von flexiblen Arbeitsverhältnissen und geringen Einkommen vorbereitet, kritisieren die Studienautoren. Der Versuch, die private Altersvorsorge zu stärken, bringe nichts. Wer schon im normalen Erwerbsleben kaum über die Runden komme, dem helfe zudem die Debatte über die Stabilisierung des Rentenniveaus auch nicht, so das Fazit der Studie.
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