Rentendiskussion

SPD schlägt Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze vor

Nächster Vorstoß im Wahlkampfthema Rente: Die SPD hat angeregt, die Beitragsbemessungsgrenze abzuschaffen. Das würde dazu führen, dass Gutverdiener stärker in die Rentenkasse einzahlen. Starke Schultern müssten eben mehr Verantwortung übernehmen, heißt es von SPD-Generalsekretärin Katarina Barley.
© dpa/picture alliance
SPD-Generalsekretärin Katarina Barley zu Beginn einer Pressekonferenz.

Die SPD hat eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung ins Gespräch gebracht. Man wolle verhindern, dass das Rentenniveau „ins Bodenlose abrutscht“, so SPD-Generalsekretärin Katarina Barley in einem Interview mit der Rheinischen Post. „Zur Gegenfinanzierung ist für uns auch eine Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze denkbar, damit künftig starke Schultern mehr Verantwortung übernehmen“, führt Barley weiter aus.

Würde man dem SPD-Vorschlag folgen, bekämen das vor allem Besserverdienende und ihre Arbeitgeber zu spüren. Ihre Beitragslast würde nämlich deutlich steigen.

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt in diesem Jahr im Westen bei 74.400 Euro Bruttojahreseinkommen beziehungsweise bei 6.200 Euro im Monat. Im Osten sind es 64.800 Euro im Jahr und 5.400 Euro im Monat. Auf Lohnbestandteile, die darüber liegen, entfällt bisher kein Rentenbeitrag.

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