Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen lassen die Sozialversicherungssysteme in den USA erodieren. Das zumindest geht aus einem aktuellen Lagebericht des US-Finanzministeriums hervor, über den die „New York Times“ berichtet. Demnach könnten die Reserven des US-Renten-Treuhandfonds (Old-Age and Survivors Insurance Trust Fund) im Jahr 2033 aufgebraucht sein – ein Jahr früher, als ursprünglich prognostiziert. Dann würden die laufenden Einnahmen nur noch ausreichen, um 76 Prozent der Leistungen zu bezahlen.
Auch um den Treuhandfonds für die Invalidenversicherung (Disability Insurance Trust Fund) ist es nicht zum Besten bestellt. Seine Reserven werden nach der Einschätzung des US-Finanzministeriums im Jahr 2057 erschöpft sein, acht Jahre früher als in der letztjährigen Schätzung. Hier könnten dann noch 91 Prozent aus den laufenden Einnahmen abgedeckt werden.
Sorgen bereitet den Aktuaren aus dem US-Finanzministerium schließlich auch der Krankenhaus-Treuhandfonds von Medicare, der öffentlichen und bundesstaatlichen Krankenversicherung innerhalb des Gesundheitssystems der USA. Hier wird erwartet, dass er voraussichtlich ab 2026 nicht mehr in der Lage sein wird, seine Rechnungen zu bezahlen.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung mahnt die „New York Times“ in ihrem Bericht dringend Strukturreformen an. Andernfalls stelle sich die Frage nach der „langfristigen Lebensfähigkeit“ der Systeme „in einer Zeit, in der eine Welle von Babyboomern in den Ruhestand geht und die Wirtschaft mit anhaltender Unsicherheit konfrontiert ist.“
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