Metallrente-Langzeitstudie

Jugendliche wollen vorsorgen, wissen aber nicht wie

Sicherheit statt Risiko, Schulfach statt Fachjargon: Jugendliche wollen vorsorgen – wissen aber oft nicht wie. Eine aktuelle Studie zeigt, was die Gen Z über die Altersvorsorge und gesetzliche Rentenversicherung weiß und was sie von Aktien und der Riester-Rente hält.
Jugendliche lernen zusammen: Jugendliche wünschen sich, dass sie in der Schule mehr über die Altersvorsorge lernen.
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Junge Leute lernen zusammen: Jugendliche wünschen sich, dass sie in der Schule mehr über die Altersvorsorge lernen.

Jugendliche haben klare Vorstellungen davon, wie ihre ideale Altersvorsorge aussehen soll:

  • 96 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie wünschen sich eine lebenslange Auszahlung
  • 95 Prozent legen besonderen Wert auf Sicherheit
  • 92 Prozent erwarten eine gute Rendite ihrer Beiträge

Zu diesen Ergebnissen gelangt die Studie „Jugend, Vorsorge, Finanzen“ des Versorgungswerks der Tarifvertragsparteien in der Metall- und Elektroindustrie, kurz Metallrente, gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Verian. Die Tester befragten 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 17 und 27 Jahren. Und erstmals ist der Wunsch der Befragten nach Sicherheit höher als in den Vorgängerstudien.

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Ein zentrales Problem bleibt: Vielen jungen Menschen fehlt das nötige Finanzwissen, um fundierte Entscheidungen zur Altersvorsorge zu treffen. Nur 54 Prozent der Befragten wissen zum Beispiel, dass Investitionen in Einzelaktien riskanter sind als breit gestreute Fonds oder dass hohe Renditen meist mit hohem Risiko verbunden sind. Auch über die gesetzliche Rentenversicherung sind die Jugendlichen schlecht informiert.

Zumindest die Selbsteinschätzung der Jugendlichen stimmt: Fast die Hälfte der Jugendlichen schätzt ihre Finanzkenntnisse allgemein als gering ein. Beim Thema Altersvorsorge trifft das sogar auf mehr als zwei Drittel zu.

Altersvorsorge soll Schulfach werden

Gegen ihre Wissenslücken wollen die Jugendlichen gerne etwas unternehmen: Sie fordern mehr Unterstützung durch Bildungseinrichtungen. 87 Prozent wünschen sich Altersvorsorge als Teil eines eigenen Schulfachs, etwa im Rahmen von „Wirtschaft und Finanzen“. Außerdem möchten 91 Prozent der befragten Jugendlichen Informationen zur Altersvorsorge in leicht verständlicher Sprache erhalten.

Trotz ihrer Unsicherheiten und Wissenslücken kümmert sich die junge Generation um ihre Altersvorsorge. Sie liegt mit 61 Prozent auf Platz vier der Sparmotive – noch vor dem Eigenheim, das im Vergleich zu früheren Studien an Bedeutung verloren hat.

  • Besonders auffällig ist der Wandel bei den bevorzugten Anlageformen: Während 2013 nur 15 Prozent in Aktien oder Fonds investierten, sind es heute bereits 62 Prozent – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft.
  • Die Riester-Rente hingegen verliert an Zuspruch. Nur noch 17 Prozent sehen darin eine geeignete Option, gegenüber 50 Prozent in früheren Erhebungen.

Dass sich die Jugendlichen um ihre Altersvorsorge Gedanken machen, hat einen wichtigen Grund: 85 Prozent der Jugendlichen befürchten, im Alter nicht ausreichend abgesichert zu sein.

Aber zum Ende noch eine gute Nachricht: Trotz dieser Ängste bleiben 87 Prozent der befragten jungen Menschen generell optimistisch, was ihre eigene Zukunft angeht, auch wenn sie sich um ihre eigene finanzielle Zukunft  und um die Zukunft Deutschlands sorgen.

Autorin

Barbara Bocks ist seit 2011 als Journalistin im Wirtschafts- und Finanzbereich unterwegs. Von Juli 2024 bis Dezember 2025 war sie als Redakteurin bei der Pfefferminzia Medien GmbH angestellt.

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