Es ist ja nicht alles schlecht, das gibt auch der Bund der Versicherten (BdV) zu. Einiges verbessert der vom Bundesfinanzministerium unter Finanzminister Christian Lindner (FDP) veröffentlichte Gesetzentwurf für die neue staatlich geförderte Altersvorsorge durchaus. Nämlich indem er tatsächlich das Zulagesystem vereinfacht und die Zulagehöhe an die Beiträge koppelt. Und indem er mehr Auswahl verspricht, zum Beispiel über das selbstverwaltbare Altersvorsorgedepot und den Wegfall von Garantie- und Verrentungspflicht. Das teilt der Verbraucherschutzverband jetzt mit. Man könnte das als Lob verstehen.
Doch dann kommen die Kritikpunkte. Die beginnen damit, dass es keinen öffentlich-rechtlich verwalteten Investmentfonds als Standard für Unentschlossene gibt. „Damit werden hauptsächlich diejenigen profitieren, die gut informiert sind und die Herausforderungen finanzieller Eigenvorsorge selbständig meistern können. Ein öffentlich organisiertes Standardprodukt hätte auch denen geholfen, für die Geldfragen und Altersvorsorge ein echter Angang sind. Wo finden sie Orientierung und Rat?“, fragt BdV-Vorstand Stephen Rehmke.
Rehmke sieht deshalb Schlimmes auf die Menschen zukommen: „Man spürt förmlich das Händereiben der großen Vertriebsmaschinen, die mit dem hemmungslosen Verkauf provisionsgetriebener und kostenschwerer Mangelprodukte der Finanzindustrie schon ihren Anteil am Riester-Renten-Desaster hatten.“
Weshalb man beim BdV auf Transparenz und Vergleichbarkeit hofft. Die Kunden sollen sich ein konkretes Bild über Chancen und Risiken der Anlageformen und Produkte machen können. Maßgeblich dafür sei ein klarer Kostenausweis.
Schon vor ein paar Tagen hatte der BdV seine Position zu PDF gebracht. Hier daraus einige Forderungen:
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