Kritik an Kapitaldeckung

Sozialverband fordert sofortiges Mindestrentenniveau von 50 Prozent

Angesichts der Inflation fordert der Sozialverband Deutschland, dass das Mindestrentenniveau sofort auf 50 Prozent steigt und danach schrittweise weiter auf 53 Prozent. Den Einstieg in die teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung bewertet der Verband hingegen als kritisch.
Adolf Bauer SoVD-Präsident
© Sozialverband Deutschland (SOVD)
Ist Präsident des SOVD: Adolf Bauer.

In den Augen des Sozialverbands Deutschland (SOVD) sollten Rentner wegen der aktuell steigenden Preise stärker entlastet werden. In diesem Zusammenhang hat der Verband eine „sofortige Anhebung des Mindestrentenniveaus auf 50 Prozent und danach eine schrittweise Anhebung auf das lebensstandardsichernde Niveau von 53 Prozent“ gefordert. Zur Orientierung: Die Ampel-Koalition will das aktuelle Mindestniveau von 48 Prozent derzeit nur nicht sinken lassen.

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Das geht aus einem offenen Brief des SOVD an die Parteivorsitzenden, Fraktionsvorsitzenden und zuständigen Minister und Ministerinnen der Regierung hervor.

Den Einstieg in die teilweise Kapitaldeckung der gesetzlichen Rentenversicherung bewertet der Sozialverband hingegen als äußerst kritisch. „Aus Sicht des SOVD ist die gesetzliche Rentenversicherung mit ihrem umlagefinanzierten System die zentrale Säule im Alterssicherungssystem in Deutschland, die sich durch Verlässlichkeit, Stabilität und Sicherheit auszeichnet“, heißt es in dem Brief, den Verbandspräsident Adolf Bauer verfasst hat. Es müsse daher sichergestellt werden, „dass die Einführung der teilweisen Kapitaldeckung nicht zu einer Schwächung der gesetzlichen Rentenversicherung führt.“

Aus Sicht des SOVD bedeutet dies vor allem, dass der Kapitalfonds – anders als im schwedischen Modell – nicht mit Mitteln gespeist wird, die für die gesetzliche Rentenversicherung im Umlageverfahren benötigt werden.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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