Kritik am Reformmodell

Arbeitgeber wollen Job und Pflegefinanzierung trennen

Zum 1. Januar 2019 soll der Pflegebeitrag erneut steigen. Die Arbeitgeber sind mit diesen Plänen der Politik nicht zufrieden – sie fordern eine umfassende Reform der Pflegefinanzierung.
© Pixabay
Eine ältere Dame mit Gehhilfe: Die Pflegefinanzierung braucht laut Arbeitgebern eine große Reform.

Der Plan der Politik, den Pflegebeitrag zum neuen Jahr zu erhöhen, kommt bei den Arbeitgebern hierzulande nicht gut an: „Die Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung muss vom Arbeitsverhältnis abgekoppelt und auf ein einkommensunabhängiges Prämienmodell umgestellt werden“, so eine Stellungnahme der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA), die der Rheinischen Post (Montagsausgabe) vorliegt.

„Ein erster Schritt dorthin könnte darin bestehen, den allgemeinen Beitragssatz festzuschreiben und einen einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag für die Pflegekassenmitglieder einzuführen“, schlug die BDA vor. Ein zweiter Schritt könne dann auch die „steuerfreie Auszahlung des Arbeitgeberanteils als Zuschuss zum Bruttolohn“ sein.

Bleibe eine solche Reform aus, drohe spätestens 2022 die nächste Beitragsanhebung, so die Arbeitgeber.

Ihre Erklärung: Sollten die Lohnzusatzkosten zusammen über die 40-Prozent-Gehaltsgrenze steigen, koste das Wachstum und Arbeitsplätze. Pro zusätzlichem Beitragssatzpunkt stünden langfristig 90.000 Jobs auf dem Spiel, erklärt die BDA. Schon die jetzt geplante Erhöhung des Pflegebeitrags belaste die Beitragszahler mit 7,6 Milliarden Euro jährlich mehr.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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