Die neuen Vorschläge zur Rentenreform würden den Grundgedanken der Sozialversicherung missachten und das Problem der Altersarmut nicht lösen, meint Christian Hagist, Professor für Generationen-übergreifende Wirtschaftspolitik an der WHU – Otto Beisheim School of Management.
Dabei sei es gar nicht schwierig, das System zukunftsicher zu machen, schreibt Hagist in einem Beitrag für manager-magazin.de. Die Instrumente dafür gäbe es längst, findet der Ökonom.
Riesterförderung zielgerichteter gestalten
Anstelle ein höheres Rentenniveau von dem die gefährdeten Gruppen – Alleinerziehende und prekär Beschäftigte – kaum etwas hätten, weil sie oft nicht genügend Versicherungsjahre vorweisen könnten, seien „umfassende Bildungsinvestitionen zielführender, kombiniert mit begleitenden Maßnahmen bei betrieblicher und geförderter privater Vorsorge (vulgo Riesterrente)“, schreibt Hagist.
Immerhin scheine sich hier etwas zu bewegen, findet der Ökonom, „so ist im Vorschlag von Frau Nahles zur Betriebsrente ein Freibetrag bei Anrechnung auf die Grundsicherung enthalten. Würde nun auch noch die Riesterförderung zielgerichteter, wäre vielleicht wirklich etwas für zukünftig Gefährdete von Altersarmut getan“.
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