Koalitionsverhandlungen

DIA kritisiert Tabuisierung der Lebensarbeitszeit

Union und SPD haben sich in den Koalitionsgesprächen auf wesentliche Verbesserungen bei der Rente geeinigt. Eine Baustelle fehlt aber nach Ansicht des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) dabei: die Verlängerung der Lebensarbeitszeit.
© dpa/picture alliance
CSU-Chef Horst Seehofer, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Martin Schulz nach dem Ende der Koalitionsverhandlungen in der CDU-Parteizentrale: Das wichtige Thema Lebensarbeitszeit haben die Politiker bei den Verhandlungen nicht angesprochen, kritisiert das DIA.

Die Politiker von Unionsparteien und SPD hätten bei den Koalitionsverhandlungen keine Rücksicht auf die „dramatische Alterung in der Bundesrepublik“ genommen und bekämen überdies „schlichte Rechenkünste eines Adam Riese“ nicht hin, findet das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA).

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DIA-Sprecher Dieter Weirich findet es unverständlich, dass die „jeden verständliche Verlängerung der Lebensarbeitszeit zum Tabu der Verhandlungen“ erklärt worden sei. Die Politiker verdrängten damit „unbestreitbare demographische Fakten“. In den Augen Weirichs ist das „unverantwortlich gegenüber der Gemeinschaft, vor allem der jungen Generation“.

Man müsse sich dem Thema stellen und keine „nicht durchhaltbaren Schönwetter-Beschlüsse“ durchsetzen.

Die von den Parteien beschlossene doppelte Haltelinie des Rentenniveaus von 48 Prozent und des Beitragsniveaus von 20 Prozent (wir berichteten) werde sich spätestens mit dem Eintritt der Babyboomer ins Rentenalter „als schlichte Illusion“ erweisen. Dann müsse der „jetzt stark in Anspruch genommene Steuerzahler“ die Zeche übernehmen.

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