„Willst du deine Unterlagen holen?“

So hört sich ein Beratungsgespräch mit Alexa an

Welche Einkünfte im Alter zu erwarten sind, ist vielen Verbrauchern unbekannt. Um das zu ändern, setzt die Allianz Leben auch auf die Hilfe des digitalen Sprachassistenten Alexa. Das Ziel: Vor allem jüngere Menschen möglichst spielerisch zu mehr Vorsorge zu bewegen. Dazu hat die Allianz ihre Alexa mit Sinn für Humor ausgestattet. Das Ergebnis ist im Gesprächsprotokoll zu besichtigen.
© Screenshot von allianzdeutschland.de
Die Allianz erklärt in einem Youtube-Video, wie der Dialog mit Alexa in der Praxis aussehen kann: Humor ist dabei offenbar ein wichtiges Stilmittel.

Sechs Monate lang haben sich die Allianz-Entwickler den Kopf darüber zerbrochen, wie sie Verbraucher an verregneten Wochenenden dazu bewegen können, sich um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Man habe Kunden befragt und immer wieder Feedback eingeholt, berichtet Alf Neumann, Vorstand International und Digitalisierung der Allianz Lebensversicherung.

Am Ende kam eine Webanwendung heraus, die sich Alexa Skill „Allianz Rente“ nennt. Dabei soll den Nutzern mittels eines sogenannten Scorewertes, „ein direkter Überblick über den Stand seiner Vorsorge“ gegeben werden, so Neumann. Und damit das Ganze nicht so sperrig rüberkommt, setzt die Allianz auf die freundliche Frauenstimme von Amazons Sprachassistenten Alexa.

Wie solch ein Beratungsgespräch ablaufen kann und wie Alexa auch auf nicht ganz ernst gemeinte Fragen reagiert, demonstriert der Versicherer in einem Youtube-Video.

Pfefferminzia hat das Gespräch verschriftlicht:

Kunde: „Alexa, öffne Allianz Rente!“

Alexa: „Wunderschönen Abend! Du kannst deinen Rentenscore berechnen oder dir einen Fachbegriff erklären lassen. Was möchtest du tun?“

Kunde: „Ich möchte meinen Rentenscore berechnen.“

Alexa: „Alles klar. Lass uns beginnen. Der Rentenscore ist ein persönlicher Score zwischen 1 und 100. Er wird aus verschiedenen Werten berechnet. Je höher der Wert, umso besser bist du für deine Rente gewappnet. Wie alt bist du?“

Kunde: „Ich bin 3.000 Jahre alt.“

Alexa: „Haha. Du bist witzig. Verrätst du mir dein richtiges Alter?“

Kunde: „Warum?“

Alexa: „Dein Alter brauche ich, um zu wissen, wie lange du bis zur Rente brauchst. Bitte gib eine Zahl zwischen 18 und 62 an. Wie alt bist du?“

Kunde: „Ich bin 29 Jahre alt.“

Alexa: „Alles klar. Wie viel verdienst du brutto im Monat?“

Kunde: „Leider viel zu wenig.“

Alexa: „Oh, das tut mir leid. Schau doch später mal auf allianz.de vorbei, da gibt es bestimmt interessante Jobs für dich.“

Kunde: „Aktuell verdiene ich rund 3.300 Euro.“

Alexa: „Alles klar. Wie viel Euro möchtest du mal später als Rente erhalten?“

Kunde: „Oh, das weiß ich nicht.“

Alexa: „Stiftung Warentest empfiehlt als Rentenziel 80 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens. Das kann ich dir gerne ausrechnen. Wie hoch ist dein aktuelles Nettogehalt?“

Kunde: „Ungefähr 1.900 Euro.“

(Ein Klingeln ertönt)

Alexa: „Rentenscore berechnet! Dein Rentenwunsch plus Inflation beträgt 3.226 Euro. Du bekommst aber voraussichtlich 1.320 Euro vor Steuern und Sozialabgaben. Somit ist dein Score 41. Mit privater und betrieblicher Vorsorge lässt sich dein Wert verbessern. Investierst du schon in deinen Ruhestand?“

Kunde: „Ja.“

Alexa: „Okay, gut. Lass uns zusammen rausfinden, um wie viel sich dein Score verbessern lässt. Dabei hilft dir deine Renteninfo und weitere Informationen zur betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Willst du deine Unterlagen holen?“

Kunde: „Sehr gerne.“

Damit endet der Kundendialog im Youtube-Video – wie es weitergeht, verrät die Allianz nicht.

Stattdessen wird eine Frage eingeblendet: „Und wie sieht es mit deiner Altersvorsorge aus?“, gefolgt von dem Aufruf „den eigenen Scorewert selbst herauszufinden“. Dazu muss die Skill „Allianz Rentenscore“ im Alexa Skill Store heruntergeladen werden. Alternativ stellt die Allianz auch eine Webanwendung zur Verfügung – dann muss allerdings auf die freundliche Unterstützung von Alexa verzichtet werden.

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Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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