Keine Freunde

Generationenkapital kriegt Gegenwind von Gewerkschaft und Grünen

Die einen wollen es hochschrauben, die anderen finden es überhaupt nicht toll – das sogenannte Generationenkapital sorgt für gegenläufige Meinungen. Gegenwind kommt zum Beispiel von den zwei Gs: den Gewerkschaften und den Grünen.
DGB-Chefin Yasmin Fahimi
© picture alliance/dpa | Hannes P Albert
DGB-Chefin Yasmin Fahimi

Vertreter von Gewerkschaften und Grünen haben sich nur wenig schmeichelhaft zum von der Ampel-Koalition geplanten Generationenkapital geäußert.

So stellte etwa DGB-Chefin Yasmin Fahimi gegenüber der Deutschen Presse-Agentur fest: „Die Finanzmärkte sind sehr volatil. Darauf kann man keinen Generationenvertrag aufbauen.“ Überhaupt sehe sie es skeptisch, dass man das Rentensystem vom Beitrags- zu einem teilweisen Anlagesystem reformieren wolle.

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Noch stärker wirft sich der Grünen-Abgeordnete Markus Kurth gegen das Generationenkapital in die Brust. Er bescheinigt dem Plan gar „zahlreiche gravierende finanzielle, beihilferechtliche, vor allem aber verfassungsrechtliche Fragen“, wie die DPA aus seinem ihr vorliegenden Gutachten zitiert.

Darin verweist Kurth als Negativbeispiel auf den Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo), der im Jahr 2022 12,2 Prozent an Wert verlor. Dies zeige, „wie schwierig es ist, mit der Aktienrente überhaupt eine positive Rendite zu erwirtschaften“, so Kurth.

Wobei wir an dieser Stelle der Vollständigkeit halber hinzufügen wollen, dass der Kenfo in den Jahren davor folgende Ergebnisse auf seine Anlagen einfuhr:

  • 2019: plus 10,2 Prozent
  • 2020: plus 8,3 Prozent
  • 2021: plus 10,4 Prozent

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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