„Aussagen nicht angemessen“

Ökoworld zieht Angebot zurück

Der Chef der Fondsgesellschaft Ökoworld, Alfred Platow, reagiert auf massive Kritik und persönliche Angriffe, auch gegen seine Mitarbeiter, und zieht sein Angebot an die Letzte Generation zurück. Man werde nicht die Strafen übernehmen, aber stattdessen Geld für die Umwelt spenden.
Ökoworld-Chef Alfred Platow: „Mit Kritik hatte ich gerechnet“
© Ökoworld
Ökoworld-Chef Alfred Platow: „Mit Kritik hatte ich gerechnet“

Die nachhaltig ausgerichtete Fondsgesellschaft Ökoworld erstattet der Letzten Generation nun doch keine Strafen. Das gab Ökoworld-Chef und -Gründer Alfred Platow bekannt. Anstatt also Bußgelder für die sogenannten Klimakleber zu übernehmen, will Platow jetzt 20.000 Euro in den Umwelt-Treuhandfonds (UTF) spenden. Das Geld komme nicht aus der Firma Ökoworld, betont er dabei, und schon gar nicht aus den Investmentfonds. Vielmehr stamme es „aus privaten Quellen von Gleichgesinnten und Weggefährt:innen“.

Mehr zum Thema

Ökoworld übernimmt Strafen für Klimakleber

Die nachhaltig ausgerichtete Investmentgesellschaft Ökoworld schaltet sich in den Streit über die Klimaaktivisten ein. Sie…

Ökoworld und LV 1871 starten gemeinsames Produkt

Die Investmentgesellschaft Ökoworld und die Lebensversicherung von 1871 München (LV 1871) arbeiten zusammen. Wie sie…

„Ein Portfolio nach Artikel 9 würde etablierte Anlagegrundsätze nur schwer wahren“ 

Pfefferminzia: INTER MeinLeben Privatrente gibt es nun auch mit der Möglichkeit, sie mit bessergrün-Option abzuschließen.…

Ökoworld hatte vor einigen Tagen verkündet, Klimaklebern eventuelle Strafen erstatten zu wollen und dafür massive Kritik abbekommen. Man warf Platow vor, Straftäter zu unterstützen oder sogar zu Straftaten anzustiften. „Das Ganze passiert in einer sehr aufgeheizten gesellschaftlichen Atmosphäre. Mit Kritik hatte ich gerechnet, allerdings nicht in diesem emotionalen Ausmaß“, so der Firmenchef. Außerdem seien Mitarbeiter von Ökoworld persönlich für Aussagen angegriffen worden, die sie gar nicht getätigt hatten, sondern Platow selbst.

Jetzt räumt er ein: „Nach Abwägung der unterschiedlichen Kriterien waren meine Aussagen und deren Veröffentlichung in dieser Form nicht angemessen. Es war oder ist in keiner Weise meine Intention, zu Straftaten anzustiften, einen Freibrief für Straftaten auszustellen oder das Gesetz zu relativieren. Es geht und ging mir ausschließlich darum, Proteste für den Klimaschutz und die aus meiner Perspektive mutigen Klimaaktivist:innen zu unterstützen.“

Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia