Experte fordert

Renteneintrittsalter muss langfristig auf 69 Jahre steigen

Der Sozialökonom Axel Börsch-Supan spricht sich für eine Anhebung des Renteneintrittsalters zunächst auf 68 Jahre und dann auf 69 Jahre aus. „Wenn wir jetzt nichts tun, machen sich die Jüngeren zu Recht sorgen“, sagte Börsch-Supan, der auch Mitglied der Rentenkommission ist, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
© dpa/picture alliance
Der Wirtschaftswissenschaftler Axel Börsch-Supan erforscht die ökonomischen Auswirkungen des demografischen Wandels.

Das Rentenniveau bis 2025 bei 48 Prozent zu belassen und auch den Beitragssatz nicht auf über 20 Prozent anzuheben, wie es die Bundesregierung angekündigt hat, könne nicht gut gehen, sagte der Sozialökonom Axel Börsch-Supan der Süddeutschen Zeitung.

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„Wir erwarten, dass bereits 2025 ein niedriger zweistelliger Milliardenbetrag zusätzlich aufgebracht werden muss, um diese Haltelinien zu finanzieren“, wird der Sozialökonom zitiert. Die Mehrwertsteuer könnte dazu zum Beispiel um einen Prozentpunkt erhöht werden.

Rentenniveau droht auf 42 Prozent zu fallen

Würden diese Haltelinie darüber hinaus nicht korrigiert werden, prognostiziert Börsch-Supan bis zum Jahr 2035 eine zusätzliche Belastung von 100 Milliarden Euro. „Bereits heute schießt der Bund der Rentenkasse fast 100 Milliarden Euro jährlich zu, der Bundesetat hat insgesamt ein Volumen von 350 Milliarden Euro“, so der Rentenexperte.

Sein Vorschlag: Ab 2030 gelte erstmals die volle Altersgrenze von 67. Ab dem Zeitpunkt könne nach weiteren zwölf Jahren zunächst die Rente mit 68 und weitere zwölf Jahre später die Rente mit 69 eingeführt werden. Ohne diese Maßnahmen und bei der steigenden Lebenserwartung sinke das Rentenniveau auf ungefähr 42 Prozent.

Zudem müsse die private Altersvorsorge durch Betriebsrenten deutlich gestärkt werden, forderte Börtsch-Supan. Derzeit hätten nur 57 Prozent der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Betriebsrente. Dies zu ändern, sei Aufgabe von Politik und Sozialpartnern.

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