Statistik

Erster ETF überspringt 1-Billion-Dollar-Marke

Irgendwie war es nur eine Frage der Zeit, und jetzt ist es so weit. Zum ersten Mal überhaupt hat es ein ETF geschafft, mehr als eine Billion US-Dollar zu verwalten. Der Glückspilz kommt aus dem Hause Vanguard und baut einen bekannten US-Aktienindex nach.
Universitätsprofessor Piman Limpaphayom betrachtet auf dem linken Monitor den Aktienindex S&P 500: Er bildet die Vorlage für den nun größten ETF der Welt
© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jenny Kane
Universitätsprofessor Piman Limpaphayom betrachtet auf dem linken Monitor den Aktienindex S&P 500: Er bildet die Vorlage für den nun größten ETF der Welt

Zum ersten Mal überhaupt hat ein ETF die magische Marke von einer Billion US-Dollar Volumen übersprungen. Wie das Magazin „Das Investment“ berichtet, schaffte der Vanguard S&P 500 ETF (ISIN: US9229083632) das Kunststück Anfang Juni. Dabei bezieht sich „Das Investment“ auf Daten des Anbieters „Bloomberg“.

Interessant ist dabei, dass Vanguard-Gründer John Bogle zwar als Erfinder der Indexfonds gilt. Bogle gründete das Unternehmen 1975 und brachte den Vanguard 500 Index Fund 1976 auf den Markt. Und doch liegt Vanguard heute von der Größe her gesehen hinter dem Branchenprimus Blackrock und seiner ETF-Marke iShares.

Der nun größte ETF der Welt ist noch gar nicht so alt. Er kam am 7. September 2010 auf den Markt. Indem er ebenfalls den US-Aktienindex S&P 500 nachbaute, trat er in direkte Konkurrenz zum legendären SPDR S&P 500 Trust ETF (gern auch als „Spider“ bezeichnet), den es seit 1993 gibt. Umso spektakulärer erscheint das nun erreichte Volumen.

In Deutschland ist die Original-US-Version nur über Umwege erhältlich (und rein steuerlich ist das auch nicht zu empfehlen). Stattdessen gibt es zwei in Irland aufgelegte und damit steuerlich blütenweiße Tranchen. Eine legt Dividenden automatisch wieder an (IE00BFMXXD54), die andere schüttet sie quartalsweise aus (IE00B3XXRP09). Allerdings sind die europäischen Varianten ein bisschen teurer. Bei ihnen fällt eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,07 Prozent im Jahr an, im US-Original sind es nur 0,03 Prozent.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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