Ob das wieder was wird mit der indexgebundenen Rentenversicherung, der Index-Police? Beim Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) bekommt man leise Zweifel. Jeder zweite Vermittler hat die Index-Police inzwischen aus seinem Programm gestrichen, erfuhr man dort aus der IVFP Produkttrends Umfrage 2026. Auch Anbieter steigen aus, zuletzt zum Beispiel Barmenia, HDI Vorsorge (ehemals Targo) und LV 1871. Kein Neugeschäft mehr. Übrig bleiben 13 noch aktive Anbieter.
„Damit wird sichtbar, dass die Zurückhaltung nicht nur ein kurzfristiger Trend ist, sondern sich zunehmend verfestigt“, sagt IVFP-Geschäftsführer Andreas Kick.
Hier noch einmal kurz das Prinzip: Analog zur klassischen Rentenversicherung fließen die Sparbeiträge ausschließlich ins Sicherungsvermögen (Deckungsstock) des Versicherers. Jedes Jahr können die Kunden wählen, ob sie mit dem Guthaben an einem Aktienindex teilnehmen möchten oder ob das Guthaben mit der angegebenen Rendite des Versicherers verzinst werden soll (die sichere Verzinsung).
Bei Wahl der sicheren Verzinsung ähnelt die Indexpolice einer klassischen Police, allerdings ohne garantierte Mindestverzinsung. Bei Wahl der Indexbeteiligung können die Kunden an den Kapitalmärkten teilhaben und dadurch etwas höhere Renditen erzielen. Zudem gibt es eine endfällige Garantie (zum Beispiel anteiliger Erhalt der Bruttobeiträge). Gewinne werden jedes Jahr gesichert (Lock-in).
Und wie haben die bestehenden Policen abgeschnitten? Nun ja, es geht, möchte man sagen. Im Durchschnitt betrug die maßgebliche Rendite, wenn das Indexjahr 2025 endete, etwa 3,4 Prozent. „In der Spitze wurden sogar mehr als 10 Prozent erreicht“, resümiert Kick.
Das geschah allerdings in einem Börsenjahr, in dem der deutsche Leitindex Dax um mehr als 20 Prozent zulegte. Das konnten nicht alle Policen nutzen. Nur wenige haben den Dax überhaupt als Basis für die Rendite. Und die maßgeblichen Betrachtungszeiträume reichen nur selten genau von Kalenderjahr zu Kalenderjahr. Meist sind es Stichtage im Laufe der Jahre, weshalb die Aussage mit dem erfolgreichen Börsenjahr nur bedingt greift.
Wie bereits in den vergangenen Jahren hatten Modelle die Nase vorn, die die Anleger jährlich zu einer bestimmten Quote am Index beteiligen, das aber über eine Obergrenze deckeln. Das erklärt wiederum die im Vergleich zum Börsengeschehen recht geringen Renditen.
Doch das IVFP hat auch Gutes zu berichten. Denn wie bei klassischen Lebensversicherungen auch, sind in den Index-Policen die Überschüsse weiter gestiegen. Das ist dem erhöhten Renditeniveau an den Anleihemärkten geschuldet.
Die höheren Überschüsse als Grundlage schaffen Freiraum für die Versicherer, höhere Aktienrisiken einzugehen. Sie können die Anleger damit stärker am Index beteiligen oder den Renditedeckel erhöhen. Möglichkeiten, die im langjährigen Niedrigzinsumfeld so kaum noch vorhanden waren. „Mittelfristig können Index-Policenbesitzer:innen von den gestiegenen Marktzinsen profitieren“, so Kick.
Alle derzeitigen Tarife und Renditen hier wiederzugeben, würde den Rahmen sprengen. Es ist auch gar nicht nötig, denn das IVFP hat hier eine hervorragende Übersicht erstellt. Hinzu kommt ein Rückblick über mehrjährige Laufzeiten.
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