Corona-Krise

So viele Deutsche setzen ihre Altersvorsorge aus

Wie viele Deutsche setzen aufgrund der Corona-Krise den Rotstift bei der privaten Altersvorsorge an? Erste Erkenntnisse liefert nun eine repräsentative Umfrage der Meinungsforscher von Forsa. 5 Prozent der Sparer gaben demnach an, ihre monatlichen Einzahlungen ruhen zu lassen oder diese zu reduzieren – das hört sich moderat an, doch das muss nicht so bleiben.
© picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Antragsformular für Kurzarbeitergeld: Das Beratungsunternehmen Porsche Consulting erwartet, dass die Deutschen weitere Einsparungen vornehmen, „sobald die Haushalte die finanziellen Folgen der Kurzarbeit zu spüren bekämen“.

Die gute Nachricht für die Wirtschaft vorweg: Mit 75 Prozent reduziert die deutliche Mehrheit der deutschen Haushalte ihre Ausgaben derzeit noch nicht, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Forsa im Auftrag des Beratungsunternehmens Porsche Consulting zeigt.

„Bei den Dingen des täglichen Bedarfs wird noch nicht so sehr gespart“, fasst „die Welt“ das Stimmungsbild zusammen. Die Zeitung hatte am Dienstag zuerst über die im April durchgeführte Umfrage berichtet. Demnach würden 16 Prozent der Befragten jedoch ihre Ausgaben „für größere Anschaffungen sowie ihre Rücklagen für Reisen“ reduzieren.

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Gespart wird außerdem an der Vorsorge – allerdings tut dies bislang nur eine kleine Minderheit. So erklärten 6 Prozent der Bürger, dass sie derzeit geringere Summen als sonst in ihre Geldanlage steckten. Fast ebenso viele (5 Prozent) verminderten demnach die monatlichen Einzahlungen in ihre private Altersvorsorge oder setzten sie zeitweise sogar ganz aus.

Die Aussagen zur privaten Altersvorsorge beunruhigten den Experten von Porsche Consulting schon jetzt, schreibt „die Welt“. „Bezogen auf die Gesamtzahl der Verträge bedeutet dies, dass derzeit in etwa jeden siebten Vertrag geringere oder gar keine Einzahlungen fließen“, äußerte sich Matthias Tewes, Seniorpartner bei Porsche Consulting, besorgt. Banken und Versicherungen sollten darauf reagieren und auf die Kunden zugehen, so Tewes (Eine Übersicht zu den Maßnahmen der Versicherer gibt es hier).

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2 Prozent der Deutschen trifft die Krise so stark, dass sie nach eigenen Angaben die Miete für ihre Wohnung nicht mehr wie üblich bezahlen könnten. Ebenfalls 2 Prozent gehen davon aus, dass sie sich infolge der Ereignisse mittels eines Kredits verschulden werden müssen.

Die Zahlen klingen moderat, doch Unternehmensberater Tewes geht laut „Welt“ davon aus, dass diese Werte noch einmal deutlich steigen, sobald die Haushalte die finanziellen Folgen der Kurzarbeit zu spüren bekämen. „Unter den Beziehern kleinerer Einkommen müssen sich 40 Prozent und unter den Familien mehr als 30 Prozent wegen der Krise bereits finanziell einschränken“, zitiert die Zeitung den Experten.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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