Der deutsche Investmentverband BVI steigt in die eröffnete Diskussion um geeignete Produkte für die Altersvorsorge ein. In diesem Rahmen hat er ein Konzept entwickelt, wie sich direkte Fondssparpläne in einem speziellen Fondsspardepot als Altersvorsorge aufbauen lassen.
Damit reagiert er darauf, dass sich die Regierung wie im Koalitionsvertrag angekündigt daran macht, die Altersvorsorge zu reformieren. Eine Expertengruppe soll sich ansehen, welche privaten Anlageprodukte sich gesetzlich anerkennen lassen. Möglichst welche, die höhere Renditen bringen als die Riester-Rente.
Kernelement des BVI-Vorschlags soll das erwähnte spezielle Depot sein, das ausschließlich für die Altersvorsorge eröffnet wird. Deshalb soll es auch mindestens so lange laufen, bis der Sparer das 60. Lebensjahr vollendet hat. Der Staat beteiligt sich indirekt, indem er einen besonderen Steuerfreibetrag auf die erzielten Gewinne einräumt. Er soll mit fortschreitender Spardauer wachsen, so der Plan des BVI. Damit könne die Politik einen starken Anreiz setzen, heißt es.
Bisher sind Kursgewinne, Dividenden und Zinsen aus Fondsanlagen teilweise oder komplett mit der Abgeltungsteuer zu versteuern. Und zwar dann, wenn sie zufließen oder wiederangelegt werden. Baut man also über Jahrzehnte ein Vermögen auf, werden zwar Dividenden und Zinsen jedes Jahr versteuert. Bei den Kursgewinnen ist das aber erst dann der Fall, wenn man verkauft. Und dann nützt es auch wenig, dass der jährliche Sparerfreibetrag im kommenden Jahr von 801 auf 1.000 Euro pro Person steigt.
Zugleich mit seinem Vorschlag lieferte der BVI einige Umrisse, wie er sich so ein Fondsspardepot genau vorstellt. Hier sind sie:
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