Analyse

Rentenlücke zwischen Männern und Frauen bei 53 Prozent

Vergleicht man die beiden Geschlechter in Sachen Rente, fällt auf: von wegen Gerechtigkeit. 2015 herrschte noch eine Rentenlücke von 53 Prozent. Am auffälligsten ist dieser Trend in der betrieblichen Altersvorsorge. Laut Regierung soll es aber besser werden – wenn auch langsam.
© dpa/picture alliance
Ein Rentnerpaar an Strand: Noch immer gibt es in Sachen Rente und Gehalt große Unterschiede im Geschlechtervergleich.

Die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern betrug 2015 rund 53 Prozent. Im Westen war sie sogar noch höher (58 Prozent), während sie im Osten vergleichsweise niedrig war (28 Prozent). Das zeigen Zahlen der Bundesregierung auf Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, über die Asscompact berichtet.

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Daraus geht auch hervor, dass die Rentenlücke 2015 in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) am größten war (60 Prozent). In der gesetzlichen Rentenversicherung betrug der Abstand der Renten zwischen Frauen und Männern 45 Prozent, bei der privaten Altersvorsorge 14 Prozent.

Kaum Besserung bei Gender Pay Gap

Schaut man sich die Bezahlung gleicher Tätigkeiten im Geschlechtervergleich an, wird der Grund für die Rentenunterschiede klar. Frauen verdienen laut Zahlen der Regierung unterm Strich 21 Prozent weniger als Männer.

Frauen setzen auf gesetzliche Rente

Auch interessant ist, dass vor allem alleinstehende Frauen, die heute 65 und älter sind, hauptsächlich die gesetzliche Rente nutzen (71 Prozent). Bei alleinstehenden, männlichen Rentnern sind es 60 Prozent. Und unter Ehepaaren ist die gesetzliche Rente zu 56 Prozent vertreten.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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