Leben ist super, ans Alter denken wir nicht

Wie die Generation der 30- bis 59-Jährigen tickt

Nach der Generation XYZ gibt es jetzt auch die Generation Mitte. Das sind die 35 Millionen Menschen, die heute zwischen 30 und 59 Jahre alt sind, 71 Prozent der Erwerbstätigen stellen und 82 Prozent der steuerpflichtigen Einkünfte erwirtschaften. Wie es den Mittelalten finanziell geht, wie sie für die Rente vorsorgen und was sie für wichtig halten, zeigt eine aktuelle Studie.
© GDV
Die Generation Mitte macht sich Sorgen um ihre Rente, sorgt aber nicht vor.

Das Leben ist schön. So kann man die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Versichererverbands GDV und des Allensbach Instituts kurz und knapp auf den Punkt bringen. Denn nach der Lebensqualität in Deutschland gefragt, sagen 91 Prozent der 30- bis 59-jährigen Studienteilnehmer, dass diese gut bis sehr gut ist. Ähnlich positiv gestimmt beurteilen sie zudem ihre persönliche Situation. 76 Prozent finden ihr Leben gut bis sehr gut.

Allerdings gibt es hier beträchtliche Unterschiede zwischen den sozialen Schichten. So sehen gerade einmal 48 Prozent der Geringverdiener ihr Leben durch die rosa Brille. Bei den Gutverdienern sind es hingegen ganze 94 Prozent.

Lebensqualität und wo es noch hapert

Woran die Menschen in Deutschland Lebensqualität fest machen, sind vor allem Dinge wie eine gute Gesundheitsversorgung, Meinungsfreiheit, das Bildungssystem, Rechtssicherheit oder ein stabiles politisches System. In diesen Punkten bekommt Deutschland fast durchweg gute Noten.

Nachholbedarf gibt es laut der Befragten in den Bereichen Steuerbelastungen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Unterschiede zwischen Arm und Reich sowie beim Thema Chancen- und Bildungsgerechtigkeit.

Und wie sieht es mit der Rente aus?

Der GDV wollte auch wissen, mit welchen Gefühlen die Bürger auf die spätere Rente blicken. Hier klafft eine große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Obwohl sich die 30- bis 59-Jährigen auch im Alter einen guten Lebensstandard wünschen, sorgen sie selbst viel zu wenig vor. Entsprechend machen sich auch 48 Prozent der Befragten Sorgen, wenn sie an ihre Rente denken.

Kein Wunder: Denn gerade einmal 24 Prozent planen ihren Ruhestand bewusst. Lediglich eine grobe Vorstellung von der Finanzbasis ihres Lebensabends haben ganze 51 Prozent. Und ein ganzes Viertel macht sich überhaupt keine Gedanken.

Groß geerbt wird selten

In vielen Fällen ist bei einer derart schlechten Vorsorge zu wünschen, dass die Betroffenen wenigstens über ein Erbe abgesichert sind. Aber auch da macht die Studie kaum große Hoffnungen. Denn eine Erbschaft erwartet gerade mal ein Viertel der Befragten. Die Mehrheit von ihnen kommt allerdings zudem aus den eh schon höher verdienenden Schichten.

Das Fazit von GDV-Präsident Alexander Erdland: „Für einen hohen Lebensstandard im Alter ist die private Vorsorge unverzichtbar. Erbschaften werden die Sorgen der Mehrheit der Generation Mitte nicht beseitigen.“

Für die Studie „Die Generation Mitte 2015“ hat das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des GDV im Juni 2015 insgesamt 1.020 Männer und Frauen im Alter zwischen 30 und 59 Jahren befragt. Im Fokus der Umfrage standen die Anforderungen an eine gute Lebensqualität und die Wahrnehmung der eigenen Lebensbedingungen.

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