37 Milliarden Euro

Reserven der Rentenkassen steuern auf Rekordhoch zu

Neue Schätzungen gehen davon aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung bis Jahresende mehr Rücklagen erzielen könnte als bisher gedacht. Experten reden nunmehr von rund 37,3 Milliarden Euro – der guten Konjunktur sei Dank.
© Pixabay
Senioren genießen ihren Ruhestand auf einem Segelboot: Bei den Rentenkassen geht es mit den Rücklagen gerade stark bergauf.

Die weiterhin gute wirtschaftliche Lage macht sich auch bei der gesetzlichen Rentenversicherung bemerkbar. Laut Angaben der Deutschen Rentenversicherung dürften die Rücklagen bis Ende 2018 auf 37,3 Milliarden Euro anwachsen. Darüber berichtet der Spiegel am Samstag.

Mehr zum Thema

Hessen ist Spitzenreiter beim Thema Altersvorsorge

Die Deutschen bereiten sich sehr unterschiedlich auf die Rente vor. So sorgen die Menschen in…

Vorrangig Berufstätige wollen früher in den Ruhestand

Im Jahr 2016 waren 81 Prozent der Antragsteller für eine abschlagfreie Rente ab 63 zu…

Mütterrente wird eventuell noch einmal überarbeitet

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte das Thema der Mütterrente in seinem Rentenpaket noch einmal überarbeiten.…

Ende Juni gingen die Rentenkassen noch von Reserven in Höhe von 34,8 Milliarde Euro aus. Das wären 1,4 Milliarden Euro mehr gewesen als noch 2017.

Laut Spiegel sieht die Rentenversicherung den Grund für die wachsenden Reserven in dem „stabilen Arbeitsmarkt“. Der Anstieg der versicherungspflichtigen Beschäftigung lasse die Beitragseinnahmen gedeihen. So seien die Pflichtbeiträge aus Erwerbsarbeit in den ersten sieben Monaten des Jahres auf rund 120 Milliarden Euro gestiegen – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4,4 Prozent.

In einem Kalendermonat geben die Rentenkassen über 21 Milliarden Euro aus

So glücklich die Experten der Rentenkasse über diese Entwicklung sind, so sind sie auch nicht allzu euphorisch, dass diese Entwicklung lange anhält. Politische Veränderungen wie die Mütterrente und die Rente mit 63 seien belastend, heißt es im Bericht.

Die Rentenversicherung sagt, im Jahr 2023 müsse der Beitragssatz von derzeit 18,6 Prozent des Bruttolohnes angehoben werden. Über 20 Prozent darf es bis 2025 laut Großer Koalition aber nicht gehen.

Bereits vor zwei Jahren erklärte die Rentenversicherung, dass die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage kontinuierlich abschmelzen werde. Sie dürfte zum Ende des Jahrzehnts ihre gesetzliche Untergrenze von 0,2 Monatsausgaben erreicht haben, hieß es damals. Derzeit liegt die monatliche Ausgabe der Rentenversicherung bei mehr als 21 Milliarden Euro. Eine Reserve von 0,2 Monatsausgaben entspräche dann einer Summe von 4,3 Milliarden Euro.

Unlängst schlug die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, vor, die Nachhaltigkeitsrücklage auf 0,4 Monatsausgaben zu erhöhen. Dadurch sollen Liquiditätsschwankungen, die während des Jahres auftreten können, ausgeglichen werden.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia