33 Tarife im Test

Finanztest kürt die besten Pflegetagegelder

Um im Pflegefall möglichst gut finanziell abgesichert zu sein, empfiehlt sich die private Vorsorge – etwa über eine Pflegetagegeldpolice. Die Analysten von Finanztest haben 33 dieser Tarife miteinander verglichen und die besten gekürt. Hier erfahren Sie mehr dazu.
© picture alliance/Hans Wiedl/dpa-Zentralbild/ZB
Eine Pflegekraft versorgt die Wunde eine Patienten.

Eine Pflegetagegeldversicherung zahlt jeden Tag eine vereinbarte Summe aus, wenn der Versicherte pflegebedürftig wird. Ein großer Vorteil der Policen ist, dass Betroffene über das Geld frei verfügen können.

Finanztest hat sich nun 33 dieser Produkte von 27 privaten Krankenversicherern genauer angeschaut (kostenpflichtig). Die Anforderung an die Tarife war es, die Kosten im Pflegefall „angemessen“ zu decken, und zwar zu „einem moderaten Beitrag“. Als zu füllende Pflegelücke haben die Analysten für die ambulante Pflege folgende Werte festgelegt:

  • Pflegegrad 1: 125 Euro
  • Pflegegrad 2: 500 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.100 Euro
  • Pflegegrad 4: 2.200 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.200 Euro

Für die Pflege im Heim veranschlagten die Tester für die Pflegegrade 2 bis 5 je 1.500 Euro.

Zwei Modellkunden schickte Finanztest dabei ins Rennen: Einen heute 45-jährigen, der 57 Euro monatlich zur Seite legen kann, und einen 55-Jährigen mit 89 Euro zur Verfügung.

Das Ergebnis

Beim 45-jährige Modellkunden schafft die Hanse-Merkur mit ihrem Tarif PGA/PGS als einziger Anbieter die Note „sehr gut“, was einem Wert von 1,5 entspricht. Das Leistungsniveau in Pflegegrad 1 bis 5 stuften die Tester mit der Note 1,3 ein; die „weiteren Versicherungsbedingungen“ bekamen die Note 2,4.

Im Einser-Noten-Spektrum landeten für diesen Modellkunden außerdem:

  • DFV: Deutschlandpflege Flex, Note: 1,6
  • DKV: KPET, Note: 1,6
  • DKV: PTG, Note: 1,6
  • Huk-Coburg: PMvario, Note: 1,6
  • Allianz: PZTB03 und PZTA03, Note: 1,7
  • VRK: Pflege Flexible, Note: 1,7
  • R+V Pflegevorsorge comfort PM2, Note: 1,9

Den einen besten Tarif für den 55-jährigen Kunden gibt es nicht. Hier erhalten gleich vier Angebote die Note 1,6 und damit das Qualitätsurteil „gut“. Diese sind:

  • DFV: Deutschlandpflege Flex, Note: 1,6
  • DKV: PTG, Note: 1,6
  • Hanse-Merkur: PGA und PGS, Note: 1,6
  • Huk-Coburg: PMvario, Note: 1,6

Folgende drei Versicherer schafften es hier auch noch in die Region der Einser-Noten:

  • DKV: LPET, Note: 1,7
  • VRK: Pflege Flexible, Note: 1,7
  • Allianz: PZTB03 und PZTA03, Note: 1,9

Mehr zum Thema

Deutliche Entlastung beim Elternunterhalt

Eine neue gesetzliche Regelung, die mit dem Jahreswechsel in Kraft trat, entlastet Angehörige pflegebedürftiger Personen.…

„Die PKV ist für Beamte die deutlich bessere Wahl“

Pfefferminzia: Wie beurteilen Sie die Initiative einiger Länder, Beamtenanwärtern eine pauschale Beihilfe zu zahlen und…

Pflege-Eigenanteile vor allem in Ostdeutschland stark gestiegen

Schon lange müssen pflegebedürftige Menschen einen Eigenanteil zur Pflege leisten. Seit Jahren wird dieser immer…

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Eine Antwort

  1. Wäre doch mal interessant zu sehen, wie die „Analysten“ das bewertet haben.
    Pflege ist mein Spezialgebiet, aber von den genannten „sehr gut“ Tarifen kommt nicht einer in meiner Liste vor.
    Zudem ist die Absicherungshöhe im ambulanten Bereich völlig falsch gewählt.
    Wieder einmal bekräftigt es die Vermutung, dass FT wenig Ahnung hat, was sie da treiben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert